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MI | 21.03 | 17:47
FOCUS-SENDUNG VOM 1. SEPTEMBER 2011 Sabine Asgodom: "Bringen sie sich und andere zum Erblühen!"
Mit dem englischen Begriff "Flourishing"- dem Erblühen - bringt Sabine Asgodom die vier Wege zum Glück nach dem Amerikaner Prof. Martin Seligman in Zusammenhang.
Vier Wege zum Glück
Danach brauchen Menschen um glücklich zu sein:

1. Das angenehme Leben: Positive Emotionen herstellen und erleben; d.h. sich selbst etwas Gutes tun. Sabine Asgodom ergänzt, eine Hilfe kann das "3-Minuten Silly looking- blöd vor sich hin-gucken" sein, weil es auch eine enorm entspannende Wirkung habe.

2. Das tätige Leben: Meine Stärken einsetzen können.

3.das sinnvolle Leben und damit das Wissen warum und wozu etwas geschieht; bei Stress sehe man oft den Sinn nicht, ergänzt Sabine Asgodom.

4. benötige man um glücklich zu sein, das gemeinsame Leben: Darunter verstehe man, dass man gute Beziehungen zu anderen Menschen habe. Das sei das Entscheidende, so Asgodom. Wir benötigen die Gemeinschaft zum Überleben. Wir brauchen die positiven Emotionen, damit wir kreativ werden und auf gute Ideen kommen. Der Stress mache uns Probleme. Das gute Gefühl dagegen schaffe Geborgenheit.
"Jammer`d`al" und "Eigentlich-Land"
Beim Jammern ist man nicht allein, beklagt die Management Trainerin Asgodom. Da finden sich rasch Anhänger. Zudem lebten viele Menschen im Eigentlich-Land, da sei man nie so richtig dort, wo man hin möchte oder sollte. "Eigentlich müsste ich..........aber!", lautete die oft gehörte Formel. Solche Menschen seien immer hin-und hergerissen. Deshalb empfiehlt Sabine Asgodom den Umzug in die Stadt "TUN"; damit endlich geschieht, woran es bis dahin eigentlich immer gescheitert sei.

Das habe mit Selbstverantwortung zu tun:
Hier lautet der Anspruch "Ich entscheide...
Jede/r entscheidet Dinge zu tun oder zu lassen."
"Der einzige Mensch, den sie ändern können, ist derjenige, den sie heute morgen gewaschen und angezogen haben."
DANKE-Kärtchen
Es gebe 1000 Gründe, warum wir dankbar sein können.Dankbarkeit pflanze sich fort.
Sabine Asgodom empfiehlt "Danke"-Kärtchen:für jemanden, der etwas Gutes getan oder gesagt hat: "Menschen freuen sich, wenn sie so eine Karte bekommen", ermutigt Asgodom die Zuhörer zu dieser in Amerika geübten Praxis.
"Herzenswärme geht von Mensch zu Mensch und irgendwann wird man merken, wie es sich ausbreitet", empfiehlt Sabine Asgodom eine Stärkung eines menschenfreundlichen Klimas- im privaten, wie auch im beruflichen Umfeld.

"Wir haben oft den Focus auf das Kritische den Dingen, die nicht funktionieren." Deshalb empfiehlt Sabine Asgodom in betrieben mehr feed-forward als feedback. Man müsse nach vorne schauen, um Dinge künftig positiv zu beeinflussen.
Das Hohelied der Liebe
"Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende
Schelle."(1 Korinther 13).Mit dieser Stelle aus dem Neuen Testament sei ausgedrückt, wo es nottut. Wenn wir etwas nicht lieben, sieht man es uns an der Nasenspitze an. Das geht nicht, wenn wir es mit Menschen zu tun haben.

Stolz sein heißt, zu wissen, was ich kann.

Seien sie stolz, was sie können, ermutigt Sabine Asgodom die Zuhörer. Das heiße nicht, seien sie arrogant. "Wenn wir strahlen wollen, müssen wir stolz sein auf das, was wir tun. Viele von uns haben das nicht gelernt, stolz zu sein. Arrogante Menschen seien nicht stolz und gerade deshalb seien sie arrogant.

Sabine Asgodom hielt diesen Vortrag bei den 17. Kleinwalsertaler Dialogen 2011.
Literaturhinweis
Sabine Asgodom hat mittlerweile 24 Bücher geschrieben: der Titel ihres jüngsten Buches lautet: "Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot"
erschienen im Kösel-Verlag.
Zur Person: Sabine Asgodom
• eine der bekanntesten Management-Trainerinnen im deutschsprachigen Raum.
• 1999 Gründung ihres eigenen Unternehmens für Training, Coaching und Potentialentwicklung - inzwischen Trainerin für Unternehmen, Verbände und Seminaranbieter; Coach für Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Showbizz.
• Dozentin für Selbst-PR an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim.
• 2004: Auszeichnung der „Financial Times" als „Trainerin der Manager", womit sie zu den 101 wichtigsten Frauen der deutschen Wirtschaft zählt.
• 2010: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
"Focus", 1.9.11