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MI | 21.03 | 17:43
LebensmittelVBG (Bild:ORF)
V heute-Experiment: Das Ergebnis
Wie weit kommt eine vierköpfige Familie mit Lebensmitteln nur aus Vorarlberg? Fürs "Vorarlberg heute Experiment" testet Familie Rohner aus Wolfurt eine Woche lang, ob und wie gut das funktioniert - und zieht Bilanz.
Dritter Teil: Bilanz nach einer Woche
Nach einer Woche nur mit Lebensmitteln aus Vorarlberg werden die Lebensmittel, auf die die Familie eine Woche lang verzichtet hat, wieder eingeräumt.

Die Bilanz der Woche: Gezieltes Einkaufen, genau erkundigen und Alternativen suchen sind notwendig, wenn man Vorarlberger Lebensmittel verwenden möchte. Sie haben ihren Preis, und für ein paar Dinge gibt es einfach keinen Ländle-Ersatz.

Tamara Rohner würde sich wünschen, dass Lebensmittel aus Vorarlebrg deutlicher als solche gekennzeichnet sind.

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Teil zwei: Zwischenbilanz
Familie Rohner schlägt sich gut: Auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden können, kommt abwechslungsreiche Kost auf den Tisch.

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Erster Teil: der Einkauf
Für das Experiment muss sich Tamara Rohner erst einmal mit Grundnahrungsmitteln aus Vorarlberg versorgen.

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Was geht, was fehlt?
Zu den Voraussetzungen: Vorarlbergs Schwerpunkt in der Landwirtschaft liegt auf Grund der hohen Niederschläge und einem Drittel der Landesfläche als Alpflächen in der Grünlandwirtschaft und Kuhhaltung mit Milchwirtschaft und Käseerzeugung.

Das führt dazu, dass beispielsweise die Käseproduktion mehr als doppelt so hoch ist wie der eigentliche Verbrauch in Vorarlberg (der Selbstversorgungsgrad beträgt 245%).

Die Sebstversorgung mit Milch- und Milchfrischprodukten ist ebenfalls zu 100 Prozent gedeckt, übers Jahr gesehen auch die mit Kalbfleisch. Hier gibt es jedoch saisonale Schwankungen.

Produktionssparten, die wärmeres Klima brauchen (Getreide und Obst) bzw. Getreide als Futtergrundlage (zum Beispiel Schweine und Hühner) benötigen, sind aufgrund teurer Produktionskosten mit den Gunstlagen nicht konkurrenzfähig.
Selbstversorgungsgrad in Vorarlberg
Selbstversorgung (Bild:WK)
Vorarlberger Besonderheiten: Käse und Wein
Was die Lebensmittelproduktion und die Produktion von Genussmitteln betrifft, kann Vorarlberg durchaus auch mit einigen Besonderheiten aufwarten:

In Vorarlberg gibt es 31 Milch-verarbeitende Betriebe (im wesentlichen Sennereien). Österreichweit (was die Anzahl angeht) sind dies am meisten Betriebe. Vorarlberg hat sich in den letzten Jahrzenten zu einem klassischen Milch- und Käseland entwickelt.

Und auch Wein produziert das Ländle, wenn auch in kleinen Mengen: Vorarlberg hat den höchsten Anteil an Bioweinanbau in Österreich. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass ein Winzer in Röthis biologisch produziert und als Kleinstwinzer mit 2 Hektar in Vorarlberg ein Großer ist.
Fisch, Schnaps und Zigarren
Vorarlberg ist eines der wenigen Bundesländer welches noch Berufsfischer (am Bodensee) hat. Obwohl nur das Felchen bekannt ist, fangen diese eine Vielzahl an Bodenseefischen. Hinzu kommt noch die Fischzucht(en) Güfel, welche zu den größten in Österreich zählt und insbesondere Forellen produziert.

Vorarlberg ist ganz klar auch ein Land der Schnapsbrenner, über 1000 gibt es im Ländle. Viele davon prodduzieren für den (erweiterten) Hausgebrauch.

In Frastanz gibt es ein Tabakmuseum. Der Grund dafür ist, dass in Frastanz und Umgebung vor etwa 250 Jahren Tabak angebaut wurde. Mittlerweile gibt es dort im Zuge der Museumstätigkeit ein paar wenige Pflanzen, welche zu einzelnen Zigarren verarbeitet werden.
"Vorarlberg heute", 4.9.11