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MI | 21.03 | 17:43
Pfingstrose (Bild: ORF)
Wurzelheilmittel nach Hildegard
Die ORF Vorarlberg-Expertin für die Lehre Hildegard von Bingens, Brigitte Pregenzer, stellt diese Woche Wurzelmittel vor.
Wurzeln immer im Herbst oder ganz zeitig im Frühling sammeln, wenn die Kraft schon bzw. noch in den Wurzeln ist.
Pfingstrosenwurzel-Elixier
Es soll speziell bei Verschleimungen im Kopf- bzw. Brustbereich helfen.

Herstellung: Je einen Kaffeelöffel Pfingstrosensamen und eine in grobe Scheiben geschnittene Pfingstrosenwurzel 3–4 Minuten lang in einem Liter Wein kochen und nicht abseihen.

Anwendung: Mehrmals täglich ein Likörglas Wein warm trinken.
Wenn der Wein aufgebraucht ist, kann der Grundextrakt noch 3 Mal verwendet werden. In diesen Fällen den Wein nur mehr bis zum Siedepunkt erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.
Wegerichhonig
Er soll als Vorbeugemittel gegen Osteoporose dienen und mithelfen, Knochenbrüche und Bänderzerrungen auszuheilen.

Herstellung: Spitz- oder Breitwegerichwurzeln ausstechen, gut waschen und in kleine Stückchen schneiden. Mit der 4-fachen Menge Bienenhonig mischen.

Anwendung: Täglich einen Esslöffel pur einnehmen, als Brotaufstrich verwenden oder in Tee auflösen.
Meisterwurz-Wein
Der Meisterwurz-Wein gilt in der Hildegard-Lehre als ein Universalmittel bei Fieber und entzündlichen Erkrankungen.

Herstellung: 1 Esslöffel klein geschnittenen Meisterwurz in eine Tasse geben und so viel Wein hinzufügen, bis die Wurzeln gut bedeckt sind (Wurzeln quellen nach) und über Nacht stehen lassen. Am Morgen nochmals 3–5 Esslöffel Wein zugeben und abseihen.

Anwendung: Den Wein jeweils vor den Mahlzeiten einnehmen und wenn möglich aufbrauchen. Am Ende des Tages den Rest wegschütten, denn dieser Fieberwein muss jeden Tag frisch zubereitet werden. Den Meisterwurz-Wein in leichten Fällen 3 Tage, in schweren Fällen 5 Tage lang trinken.
"Guten Morgen Vorarlberg", 6.9.11