Wien ORF.at Klickpunkt
TV-ProgrammTV-ThekRadioÖsterreichWetterSportIPTVNews
MI | 21.03 | 17:43
Brotlaib (Bild: ORF)
Agathabrot, Blasiussegen und Lichtmess
Die katholische Volksfrömmigkeit kennt 14 Heilige, die in bestimmten Notlagen helfen sollen. Sie gelten als wirksame Fürsprecher bei Gott. In den letzten Tagen wurden Maria Lichtmess, Blasius und Agatha angerufen.
Agathabrot wird gesegnet
Bäckerei Segen (Bild: ORF)
In aller Hergottsfrüh stattete der Sulzberger Pfarrer am Montagabend der Dorfbäckerei einen Besuch ab. Die frisch gebackenen Brote werden hier seit Generationen am Tag der Heiligen Agatha feierlich gesegnet.
Brot (Bild: ORF)
Glück und Schutz für Haus und Hof
Das geweihte Brot soll das Jahr über vor Hagel, Blitz, Feuer und anderen Nöten bewahren. Außerdem erhoffen sich Gläubige durch das Brot Glück für Haus und Hof. Landwirte wünschen sich zum Beispiel, dass ihre Kühe gesund bleiben, beschützt werden und die Geburten gut verlaufen.
Blasius Segen (Bild: ORF)
Hl. Blasius soll vor Halsweh schützen
Ein weiterer Heiliger ist der Hl. Blasius. Er wird bei Halsschmerzen angerufen. "Möge der Heilige Blasius Halskrankheiten und alle anderen Übel von dir fernhalten." Diesen Segen erteilt der Priester mit zwei übereinander gelegten Kerzen am 3. Februar.
Schon die Kelten feierten das Licht
Viele dieser Feste gehen auf die vorchristliche Zeit zurück. Ähnlich wie heute zu Maria Lichtmess am 2. Februar, feierten bereits die Kelten Anfang Februar die Wiedergeburt des Lichts.

"Früher hat man diese Dinge gebraucht, um den Bedrohungen, die auf einen zugekommen sind, wie Krankheit oder Unwetter, etwas entgegenzusetzen. Den Menschen ist diese Tradition geblieben, aber vielleicht in etwas anderer Form", sagt Harald Panzenböck, Leiter der Gemeindepastoral. "Heute leben wie in einer Zeit, die ein wenig aus den Fugen geraten ist. Die Menschen sehnen sich nach Halt, Orientierung und Verankerung."
Lichtmess: Hohe Schutzkraft der Kerzen
Mit religiösen Ritualen und Bräuchen sollen Glaubensinhalte wieder sichtbar und spürbar gemacht werden. So wird den an Lichtmess geweihten Kerzen hohe Schutzkraft zugeschrieben. Und streng genommen endet der Weihnachtsfestkreis erst am 2. Februar, also an Lichtmess, mit dem Verräumen der Krippe.