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MI | 11.04.2012
Hubert Hämmerle (Bild: ORF)
gewählt
Hubert Hämmerle ist neuer AK-Präsident
Hubert Hämmerle (ÖAAB) ist am Donnerstag zum neuen Präsidenten der Vorarlberger Arbeiterkammer gewählt worden. Er wurde mit 44 von 69 Stimmen von der AK-Vollversammlung gewählt.
Einziger Kandidat
Der 44-jährige Hämmerle war der einzige Kandidat. Er tritt die Nachfolge von Josef Fink an, der sein Amt nach fast 19 Jahren zurückgelegt hat.
Zur Person Hubert Hämmerle
Im Alter von 16 Jahren begann Hämmerle eine Lehre beim Beschlägehersteller Blum GmbH in Höchst. Im August 1999 wurde er Assistent bei Egon Blum, dem heutigen Regierungsbeauftragten.

Mittlerweile ist Hämmerle einer von drei frei gestellten Betriebsräten bei Blum.

2004 zog er als Kammerrat in die AK Vorarlberg ein und wurde gleich Vorsitzender des AK-Bildungsausschusses.

Hubert Hämmerle wurde am 23. Juni 1961 in Lustenau geboren. Er ist verheiratet und Vater zwei Söhne sowie einer Tochter.
Geheime Wahl
Auf Antrag der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) fand die Wahl geheim und schriftlich statt.

Neben der eigenen Fraktion sagten Hämmerle auch die Listen "Neue Bewegung für die Zukunft" (NBZ) und "Gemeinsam" ihre Wahl-Stimmen zu. Den Freiheitlichen Arbeitnehmern wurde die Wahl von Hämmerle frei gestellt. D

ie FSG hatte im Vorfeld angekündigt, Hämmerle bei der Wahl nicht zu unterstützen, eine Stimme gestand das FSG-Lager dem neuen AK-Präsidenten am Ende aber doch zu.
Vizepräsident Bischofberger
Egide Bischofberger (ÖAAB) wurde zum Vizepräsident gewählt. Er erhielt 36 der 69 Stimmen. Er folgt Josefine Winkler nach, die aus Altersgründen aus ihrem Amt ausschied.

Diese Wahl sorgte für Unstimmigkeit. Dass ein Mann und keine Frau auf Winkler folgte, damit waren alle Fraktionen außer der ÖAAB nicht zufrieden.
Zusammenarbeit mit allen Fraktionen
"Es ist mit wichtig, offene Türen nicht zuzuschlagen und geschlossene Türen zu öffnen. Mit reden kommen Leute zusammen", sagte Hämmerle bei seiner Antrittsrede. Er lud alle Fraktionen zu einer "wertschätzenden" Zusammenarbeit ein.
Gleichberechtigte Sozialpartner
In Vorarlberg funktioniere die Sozialpartnerschaft bestens, sagte Hämmerle in seiner Rede. Gleichberechtigte Sozialpartner seien eine Grundvoraussetzung, um innovative und kreative Lösungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu finden.
"Brauchen überparteilichen ÖGB"
"Dieses Gleichgewicht der Kräfte wurde in den letzten Tagen und Wochen durch den Bawag-Skandal leider empfindlich gestört", so der neue AK-Präsident. Er wünsche dem ÖGB, dass er die Chancen dieser Krise nütze und einen Neustart schaffe.

"Denn eines ist klar: Wir brauchen einen modernen, überparteilichen ÖGB, und was wir noch mehr brauchen, sind kompetente, gut aufgestellte Fachgewerkschaften", so Hämmerle.
Fink und Hämmerle (Bild: AK)
Josef Fink und Hubert Hämmerle
Josef Fink (Bild: ORF)
Josef Fink
Fink-Motto: "Nit lugg lo"
In seinem Resümee zum Abschied stellte Josef Fink die "Abfertigung neu" als größten Erfolg der AK Vorarlberg "und auch meinen größten Erfolg als AK-Präsident" in den Mittelpunkt.

Zehn Jahre im vollen Glauben an die Durchsetzbarkeit und das Vorarlberger Motto "Nit lugg lo" ("Nicht locker lassen") seien notwendig gewesen, um ans Ziel zu gelangen.
Finks Abschied
Zum Verhältnis AK-ÖGB sagte Fink, "dass für mich die Eigenständigkeit der AK im Wirkungsbereich gegenüber dem ÖGB bei gleichzeitig enger Kooperation in grundsätzlichen interessenspolitischen Fragen und Aktivitäten wichtig war". Dieses Prinzip sollte laut Fink auch in Zukunft wichtig sein.

"Ich habe mich seit meinem Amtsantritt am 30. Juli 1987 stets bemüht, ein Präsident für alle zu sein", betonte Fink. Er glaube, dass ihm dieses Vorhaben weitgehend gelungen sei.
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