Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Achsiedlung, Bregenz (Bild: ORF)
"Büro Bürgertreff"
Achsiedlung in Bregenz wird 30
Die Bregenzer Achsiedlung hat am Samstag offiziell ihr 30-Jahr-Jubiläum gefeiert. 3.000 Menschen leben in der Siedlung. Vor zehn Jahren wurde ein "Büro Bürgertreff" eingerichtet. Nun soll es personell aufgestockt werden.
Mit Vorurteilen zu kämpfen
Gegen das Vorurteil ein Ghetto und eine Siedlung am Rande der Stadt zu sein, kämpfen die Bewohner seit Anfang an. 1974 wurde mit dem Bau begonnen: In fünf Etappen sind 850 Wohnungen entstanden. 1976 sind die ersten Achsiedler eingezogen.
Anlaufstelle für Bewohner-Anliegen
Vor zehn Jahren wurde eine Anlaufstelle für Bewohner-Anliegen eingerichtet. Beim Bürgertreff-Büro erhalten Bewohner der Achsiedlung Hilfestellungen aller Art: Das Büro organisiert zum Beispiel Treffen von Frauen unterschiedlicher Nationalität, unterstützt Achsiedlungsbewohner ohne Angehörige bei Amtswegen oder tritt vermittelnd bei Konflikten zwischen Bewohnern auf.
Lärm als Konfliktpotenzial
Ein häufiges Konfliktpotential sei der Lärm, sagt Margarete Engler vom "Büro Bürgertreff"-Achsiedlung. Spielplätze für Kinder gebe es genug. Das Problem seien die Jugendlichen, für die kein Platz vorhanden ist. Sie werden überall nur weggeschickt, so Engler.
Mehr Personal
Das Bürgertreff-Büro wird jetzt mit zwei Diplom-Sozialarbeiterinnen auf drei Mitarbeiter aufgestockt. Unterstützt wird das Bürgertreff Büro zudem von der Integrationsbeauftragten der Stadt Bregenz: sie bietet Beratung und Hilfe in Migranten-Fragen an.
Neue Räumlichkeiten stoßen auf Widerstand
Das Bürgertreff Büro wird in die Räumlichkeiten der aufgelassenen Post umgesiedelt. Die Entscheidung für diese Räumlichkeit stößt bei Bewohnern allerdings nicht auf Gegenliebe: sie sehen die Anonymität des jeweiligen Klienten nicht mehr gewahrt.
Ganz Österreich
Vorarlberg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News