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MI | 11.04.2012
Steinbruch, Hohenems (Bild: ORF)
Anrainer-Proteste
Rhomberg-Steinbruch: Keine Einigung in Sicht
Keine Einigung gibt es zwischen Anrainern und der Geschäftsführung des Rhomberg-Steinbruchs in Hohenems. Seit Jahren laufen Anrainer-Proteste. Nun wird auch der Anrainer-Beirat wahrscheinlich nicht zustande kommen.
Vor allem die Sprengungen im Steinbruch machen den Nachbarn in Hohenems Unterklien zu schaffen. Der Knall wird auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein, aber seit neuestem wird bei Sprengungen weniger Staub in die Luft geblasen.

Eine umgebaute Schneekanone sorgt dafür, dass ein großer Teil des aufgewirbelten Staubes niedergeschlagen und nicht aus dem Steinbruch hinausgeweht wird.
Umgekehrte Schneekanone (Bild: ORF)
Neue Brecheranlage
Ähnlich ist das Prinzip der neuen Brecher-Anlage, die schon vor ihrer Aufstellung umstritten war. Der Brecher zur Zerkleinerung des Gesteins ist seit kurzem in Betrieb und soll leiser und sauberer sein als das Vorgängermodell. Durch Düsen wird Wasser auf das Material gespritzt, dadurch bleibt die Luft sauberer.

Der Lärm der neuen Brecheranlage wird durch Schallschutzwände abgemildert. Mit all diesen Maßnahmen wolle man den Anrainern entgegenkommen, so die Firmenleitung.
Neutrale Person soll vermitteln
Die Steinbruch-Leitung schlägt vor, einen Anrainer-Beirat einzurichten. Eine neutrale Person soll zwischen den beiden Seiten vermitteln. Doch die Bürgerinitiative Unterklien stellt eine Bedingung. Erst muss die Firma Rhomberg ihren Plan zur Erweiterung des Steinbruchs aufgeben, dann erst sei man gesprächsbereit. Dass Rhomberg die Ausbaupläne auf Eis legt, ist aber unrealistisch.
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