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MI | 11.04.2012
Schweizer Fahne (Bild: APA)
Schweiz
Gemeindefusion: Neue Stadt am Bodensee?
Gemeindekooperationen – ein Thema, das nicht nur in Vorarlberg diskutiert wird, sondern auch in der benachbarten Schweiz. Dort prüfen die Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg und Goldach, ob sie sich zu einer Stadt zusammenschließen.
Fusion wird geprüft
Bei einem Zusammenschluss würde eine neue "Stadt am See" mit rund 25.000 Einwohnern entstehen, eine der größten Städte im Kanton St. Gallen. Noch wird die Fusion geprüft, aber schon im Herbst sollen erste Ergebnisse vorliegen. Sollten diese konkrete Formen annehmen, muss noch in jeder Gemeinde zwei Mal abgestimmt werden. Bis es soweit ist, könnte es also noch ein paar Jahre dauern.
Knackpunkt Finanzen
Der größte Knackpunkt seien eindeutig die Finanzen, sagt der Gemeindepräsident von Goldach, Thomas Würth. In der Schweiz kann jede Gemeinde ihren Steuersatz selbst festlegen. Und die Gemeinden stehen sehr unterschiedlich da. Goldach ist die reichste der drei Gemeinden, Rorschach die ärmste.

Der Grund, warum überhaupt über einen Zusammensschluss nachgedacht werde, sei das neue Gemeinde-Vereinigungsgesetz, so Würth. Es sieht vor, dass Förderungen die Unterschiede ausgleichen.
Ortskerne sollen erhalten bleiben
Einen Macht- oder Identitätsverlust befürchten die drei Gemeinden nicht, im Gegenteil. Der gemeinsame Auftritt würde sie stärken, heißt es. Und die Ortskerne würde erhalten bleiben, ebenso wie gemeinsame Aktivitäten und Dorffeste.
Situation in Vorarlberg
Auch in Vorarlberg arbeiten manche Gemeinden projektweise zusammen. Das sei teilweise auch sehr erfolgreich, so Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold. Es gebe aber noch einiges Potenzial, so Berchtold. Deshalb arbeite man jetzt an einem Konzept, das die Aufgabenbereiche, die politischen Ziele sowie die Förderungen klar definieren soll.
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