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MI | 11.04.2012
Malbuner (Bild: ORF)
Wirtschaft
Ospelt gibt Frastanzer Werk komplett ab
Der Liechtensteiner Wurstwarenerzeuger Ospelt zieht sich aus Österreich zurück. Die Tochterfirma Malbuner, die in einem Werk in Frastanz Salami produzierte, verkauft den Standort an die oberösterreichische Firma Hochreiter Fleischwaren GmbH.
Standort soll erhalten bleiben
Anfang nächster Woche sollen die Verträge dazu unterzeichnet werden, informierte Ospelt. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben. Der neue Eigentümer Hochreiter plane aber, den Standort zu halten. Fünf Mitarbeiter sollen übernommen werden.
Zuletzt nur noch Salami-Produktion
Der Rückzug von Ospelt bzw. Malbuner sei absehbar gewesen, so Treuhänder Helmut Riedmann. Nach dem Verkauf der anderen Sparten (u.a. Fertigprodukte) sei die Salami-Division alleine zu klein gewesen. Alle anderen Bereiche mit Ausnahme der Salami-Produktion waren im Mai an die deutsche Firma Weisenhorn gegangen.
Marke bleibt im Besitz von Ospelt
Man habe lange um den Erhalt des Standorts in Frastanz gekämpft, jedoch hätten alle Restrukturierungs- und Sanierungsprozesse nicht zum erhofften wirtschaftlichen Erfolg geführt, so Ospelt-Geschäftsführer Günther Behringer. Die Marke Malbuner sei vom Verkauf nicht betroffen und bleibt im Besitz von Ospelt.
Standort Frastanz 1991 übernommen
Die Ospelt-Gruppe hatte den Standort in Frastanz 1991 gekauft. Im Dezember 2006 war die defizitäre Malbuner KG in zwei GmbHs geteilt worden.

2007 verkaufte Ospelt den Großteil an die Schweizer Firma Weisenhorn Holding AG, 110 der 130 Mitarbeiter wurden übernommen.
Umsatz von rund 420 Mio. Euro
Die Ospelt-Gruppe mit Sitz in Bendern (Liechtenstein) verzeichnet laut eigenen Angaben einen Konzernumsatz von 700 Mio. Schweizer Franken (420 Mio. Euro). Sie betreibt Niederlassungen in der Schweiz und Deutschland. Ospelt beschäftigt nach Unternehmensangaben 2.000 Mitarbeiter.
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