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MI | 11.04.2012
Geld (Bild: ORF)
Geldsorgen
Älteste unabhängige Frauenberatung sperrt zu
Ab 2008 wird es eine Anlaufstelle weniger für Frauen in Vorarlberg geben, das Frauengetriebe in Bregenz sperrt zu. Das Land habe die Subventionen gekürzt, heißt es. Landesrätin Greti Schmid (ÖVP) weist das jedoch zurück.
"Aus" nach 19 Jahren
Das Frauengetriebe ist ein Verein zur ökonomischen und sozialen Existenzsicherung von Frauen. Er ist nach 19 Jahren die älteste unabhängige Fraueneinrichtung im Land.
"Subventionen drastisch gekürzt"
Nun sperrt die Einrichtung zu - schuld daran sei die Politik, die die Subventionen drastisch gekürzt habe, kritisiert Angelika Schneider vom Frauengetriebe. 30.000 Euro würden fehlen, um weitermachen zu können.

Dass das Land nicht zahlt, kann Schneider nicht verstehen. Schließlich gebe es für andere Einrichtungen viel Unterstützung, oft werde Geld auch sinnlos ausgegeben.
Bundespreis für Erwachsenenbildung
Laut Schneider nahmen an den Beratungen und Seminaren jedes Jahr mehrere hundert Frauen teil, das Interesse sei anhaltend groß. Für seine Arbeit wurde das Frauengetriebe im 2001 mit dem Bundespreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnet.
Schmid: Für 2008 mehr Geld angeboten
Landesrätin Greti Schmid (ÖVP) findet es zwar schade, dass das Frauengetriebe schließen muss. Das Streichen von Geldern sei aber nicht daran schuld.

Das Land habe die Einrichtung in der Vergangenheit immer mit mindestens 40.000 Euro pro Jahr unterstützt, so Schmid. Für 2008 habe man sogar 50.000 Euro budgetiert - das sei dem Frauengetriebe aber zu wenig gewesen.
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