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MI | 11.04.2012
Coaster (Bild: ORF)
nüziders
Coaster Verkehrssysteme beantragt Konkurs
Die Coaster Verkehrssysteme GmbH mit Sitz in Nüziders hat beim Landesgericht Feldkirch einen Konkursantrag eingebracht. Laut Wirtschaftspresseagentur wurde das Konkursverfahren aber noch nicht eröffnet.
Lieferanten-Fehler verursachte Zusatzkosten
Vor einer etwaigen Konkurseröffnung sei noch der Fristenlauf abzuwarten. Betroffen von der Insolvenz sind 13 Mitarbeiter.

Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von schienengebundenen Elektrofahrzeugen spezialisiert.

Der geschäftsführende Gesellschafter Rainer Perprunner erklärte auf Anfrage, dass beim ersten realisierten Projekt eines Coasters in Arosa in der Schweiz aufgrund mangelnder Qualität der Schweißarbeiten die Fahrbahn ausgetauscht werden musste.

"Der Lieferant hat sein Verschulden bereits 2006 eingestanden", so Perprunner. Doch durch die entstandene Verzögerung von einem Jahr seien Kosten entstanden, die schlussendlich einen Konkursantrag unabwendbar gemacht hätten.

Zudem habe ein Investor einen bereits unterschriebenen Vertrag nicht eingehalten. Den Namen des Investors wollte Perprunner nicht nennen.
"Wahrscheinlich keine Zukunft"
Wie es weitergeht, sei derzeit noch völlig offen. "Für das Unternehmen gibt es wahrscheinlich keine Zukunft. Sehr wohl aber für die Coaster-Technologie, die durch den Konkursantrag ja nicht schlechter geworden ist."

Die erste Anlage in Arosa sei vom Kunden bereits abgenommen worden und habe auch schon mehrere hundert Hotelgäste transportiert. Derzeit gebe es jedoch noch gewisse Anfangsschwierigkeiten.
2,6 Millionen Euro Bilanzverlust
Ein Blick in die Unternehmensbilanz des Jahres 2006 zeigt, dass das Unternehmen ein negatives Eigenkapital von etwa 3,5 Millionen Euro besitzt.

Der Bilanzverlust beläuft sich auf 2,6 Millionen Euro und die Verbindlichkeiten auf 3,8 Millionen Euro.
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