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MI | 11.04.2012
Landesarchiv (Bild: Land Vorarlberg)
bregenz
NSDAP: Weg könnte umbenannt werden
Der Fritz-Krcal-Weg in Bregenz könnte umbenannt werden. Der Maler Krcal war Mitglied und Funktionär der NSDAP. Am Montag sprach sich Vizebürgermeister Kiermayr (Grüne) gegen die Umbenennung aus, nun möchte er die Fakten klären.
Kiermayr (Bild: vorarlberg.ORF.at)
Gernot Kiermayr
Tätigkeiten von Kracl in der NSDAP
Am Montag meinten der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP) und Vizebürgermeister Gernot Kiermayr (Grüne), die künstlerische Bedeutung von Krcal stehe in keinem Verhältnis zu seiner NSDAP-Vergangenheit. Er sei wie zigtausende andere auch zu dieser Zeit Parteimitglied gewesen.

Die Umbenennung des Weges wird vom Historiker Wolfgang Weber vom Landesarchiv gefordert. Krcal habe zu jenen 0,8 Prozent der Bevölkerung gezählt, die nach dem Krieg als belastete Nationalsozialisten gegolten hätten.
Landesarchiv soll Fakten klären
Am Dienstag schrieb Kiermayr in einer Aussendung, dass die zuständige Abteilung der Stadt mit dem Landesarchiv die Fakten klären werde. Sollten neue Forschungserkenntnisse klären, dass Krcal zu den 0,8 Prozent belasteten Nationalsozialisten gehört, müssten Konsequenzen gezogen werden.

Keine Bregenzer Straße dürfte den Namen eines belasteten Nationalsozialisten tragen, so Kiermayr. Sollte die Verstrickung Krcals in das Hitler-Regime schwerwiegender als bislang angenommen sein, könne die künstlerische Qualität kein Argument sein.
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