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MI | 11.04.2012
Brand Seniorenheim Egg (Bild: ORF)
Egg
Ermittlungen zur Brandkatastrophe eingestellt
Nach der Brandkatastrophe im Altersheim von Egg hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen nun eingestellt. Es gebe keinerlei Hinweise auf ein strafbares fahrlässiges Verhalten, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Heinz Rusch.
Zwölf Tote bei Großbrand im Februar
Bei dem Feuer im Vinzenzheim waren im Februar zwölf Bewohner ums Leben gekommen. Schon bald war klar, dass es keine Hinweise auf vorsätzliche Brandlegung gab. Ermittelt wurde wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst.

Die Staatsanwaltschaft hat dazu in den vergangenen Monaten umfangreiche Ermittlungen angestellt: Es wurde ein kriminaltechnisches Gutachten eingeholt, ein Brandsachverständiger wurde hinzugezogen, Obduktionen durchgeführt und Zeugen befragt.
Brand Egg (Bild: APA/D.Mathis)
Im Seniorenheim von Egg nach dem Brand: Elf Menschen starben bei dem Feuer, eine Frau erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Keine Hinweise auf strafbares Verhalten
Das Ergebnis: Es gibt keinerlei Hinweise auf ein strafbares fahrlässiges Verhalten. Das Feuer ist im ersten Obergeschoss in einem Wäschekorb ausgebrochen. In diesem befand sich die Zündquelle, möglicherweise eine Zigarette, die in den Korb gefallen ist oder geworfen wurde.

Wer das getan hat, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Brandleger jedoch selbst in dem Feuer ums Leben gekommen, so Heinz Rusch.

Letztlich sei es ein tragisches Unglück gewesen, so Rusch, für das niemand strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könne.
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