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MI | 11.04.2012
Labor (Bild: ORF)
medizin
Wichtige Daten: 30 Jahre Krebsregister
Vor 30 Jahren ist das Krebsregister Vorarlberg installiert worden. Rund 50.000 Krebspatienten sind darin erfasst. Durch die Auswertung der Daten können gezielt Vorsorgeprogramme entwickelt werde, so der Leiter des Krebsregisters Hans Concin.
Jede Neuerkrankung wird registriert
Im Krebsregister wird jede Neuerkrankung, die Art der Erkrankung sowie jeder Todesfall durch Krebs dokumentiert. Durch diese Daten kann festgestellt werden, bei welchen Erkrankungen und an welchen Orten Häufungen auftreten, in welchem Alter Menschen an Krebs erkranken und wie hoch die Sterblichkeit ist.

Innerhalb von 30 Jahren wurden 50.000 Krebspatienten in der Datenbank erfasst. Jährlich kommen rund 2.000 neue Fälle dazu.
Hans Concin (Bild: ORF)
Hans Concin
"Neue medizinische Erkenntnisse"
Aus den gesammelten Daten können gezielte Vorsorgeprogramme gegen Krebs entwickelt werden, so Concin. Weltweit beinahe einzigartig sei, dass sowohl die Daten des Krebsregisters als auch jene der Gesundenuntersuchungen beim Arbeitskreis für Vorsorgemedizin verwaltet werden. Dadurch könnten neue Erkenntnisse über das Risiko Krebs gewonnen werden.

Die Auswertung der Daten führe immer wieder zu neuen medizinischen Erkenntnissen, so Concin. So habe man beispielsweise feststellen können, dass erhöhte Harnsäure ein höheres Krebsrisiko bedeutet.
Weniger Magenkrebsfälle
Das Krebsregister zeigt, dass die Zahl der Magenkrebsfälle und der Gebärmutterhalskrebsfälle deutlich gesunken sind. Die Fälle von Brustkrebs und Prostatakrebs nehmen zu, die Sterblichkeit in diesen Bereichen ist aber deutlich gesunken.

Das Krebsregister Vorarlberg wird mit rund 90.000 Euro pro Jahr vom Land finanziert. Beim Arbeitskreis für Vorsorgemedizin wird die Datenbank verwaltet.
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