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MI | 11.04.2012
Georg Zellhofer (Bild: APA/Dietmar Stiplovsek)
Georg Zellhofer
fussball
Georg Zellhofer ist neuer Altach-Trainer
Fußball-Bundesligist Cashpoint SCR Altach hat sich von seinem bisherigen Trainer Urs Schönenberger getrennt. Der neue Coach beim Tabellenschlusslicht ist Georg Zellhofer. Das gab der Verein am Montagnachmittag bekannt.
Vertrag vorerst bis Sommer
Der Vertrag des 48-jährigen Oberösterreichers Zellhofer läuft vorerst bis Sommer, ohne Option auf Verlängerung.
Mission Klassenerhalt
"Egal ob bei Pasching, Rapid, Austria oder jetzt in Altach, im Endeffekt zählt nur der Erfolg. Und der kann nur sein, am Ende Neunter zu sein", erklärte Zellhofer. Der Mission Klassenerhalt gelte die volle Aufmerksamkeit. "Es ist wichtig, dass die Mannschaft jetzt Charakter zeigt. Wenn es uns gelingt, noch zwei bis drei Spieler mit Charakter zu holen, kann der Klassenerhalt geschafft werden", fügte der 48-Jährige hinzu.
Bis 29. Jänner soll Mannschaft stehen
Die Kaderplanung bei den punktgleich mit Mattersburg am Tabellenende liegenden Vorarlbergern werde in den nächsten Tagen beginnen. "Ich will mir zuerst ein Bild von der Mannschaft machen", betonte Zellhofer. Gelegenheit dazu hat der Oberösterreicher bereits am Dienstagvormittag beim ersten Training.

Bis zum 29. Jänner soll die Mannschaft jedenfalls stehen, an dem Tag reist die Zellhofer-Truppe bis 7. Februar ins Trainingslager nach Belek. Potentielle Zugänge wurden von Vereinsseite noch nicht genannt, es sollen aber drei bis fünf Spieler in der Winterübertrittszeit kommen. Fix ist, dass bei den Altachern sowohl im Angriff, wo wohl nur noch die kühnsten Optimisten an eine Rückkehr des Brasilianers Ailton glauben, und der Abwehr (66 Gegentore in 22 Spielen/Zellhofer: "Das ist einfach zu viel") dringender Handlungsbedarf besteht.
Klare Erwartungen
"Mit dem neuen Trainer ist die klare Erwartung der Klassenerhalt", betonte Altach-Präsident Werner Gunz. Mit der Verpflichtung von Zellhofer, dem dritten Trainer innerhalb eines Jahres (nach Schönenberger und dem im August 2008 entlassenen Heinz Fuchsbichler), und den geplanten Neuverpflichtungen gehe man immerhin auch finanziell an die Grenzen. "Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir oben bleiben wollen. Vorarlberg braucht einen Bundesligaclub", meinte Gunz.
Hörmann streut Rosen
Der erst seit 19. Dezember bei den Vorarlbergern als Sportdirektor engagierte Walter Hörmann streute dem Neo-Coach Rosen. "Zellhofer ist einer der besten Trainer in Österreich und hat das in den vergangenen Jahren auch unter Beweis gestellt", sagte der ehemalige ÖFB-Teamspieler. Zellhofers größte Erfolge waren der ÖFB-Cupsieg mit der Austria (2007) und die UEFA-Cup-Teilnahmen mit der Austria (2007/08) und mit Pasching (2003/04 und 2004/05).
Nur kurzfristiges Gastspiel in Ried
Der zweifache Familienvater war nach seinem Langzeitengagement beim SV Pasching (August 1996 - Juli 2003 sowie Jänner 2004 - Jänner 2006) bei Rapid (Jänner 2006 - August 2006), der Austria (Oktober 2006 - März 2008) und schließlich kurzfristig in Ried tätig. Bei den Oberösterreichern, wo er nie einen Vertrag unterschrieben hatte, legte er sein Amt allerdings wegen Unstimmigkeiten bezüglich der Transferpolitik des Clubs nach kurzer Zeit wieder nieder. Damals machte das Gerücht die Runde, dass er die Entscheidung aufgrund des vermeintlich schwachen Kaders der Innviertler getroffen hätte. "Ich bin damals falsch interpretiert worden", sagte Zellhofer am Montag.
Urs Schoenenberger (Bild: ORF)
Urs Schönenberger
Schönenberger war nur vier Monate Trainer
Altach hatte Schönenberger am Montag mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Der Vertrag von Schönenberger wäre noch bis Ende der Saison 2009 gelaufen. Der Schweizer hatte das Bundesliga-Schlusslicht Anfang September 2008 von Heinz Fuchsbichler übernommen.
Christoph Längle (Bild: ORF)
Christoph Längle
"Wesentlich mehr Punkte erwartet"
Man habe sich im September für Schönenberger entschieden und sich von ihm wesentlich mehr Punkte erwartet, als eingetreten sind, so Altach-Geschäftsführer Christoph Längle. Besondere Umstände würden besondere Maßnahmen erforden.
Mehrere Trainer seit Bundesliga-Aufstieg
Seit dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2006 war Schönenberger nach Michael Streiter, Manfred Bender und Fuchsbichler bereits der vierte Trainer der Altacher, nicht mitgezählt die beiden Interimscoaches Rade Plakalovic und Rudi Gussnig.
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