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MI | 11.04.2012
Josef Schicklgruber (Bild: SCR Altach)
FUSSBALL
Schicklgruber verlässt Altach und Bundesliga
Tormann Josef "Pepi" Schicklgruber wird den SCR Altach nach der Saison definitiv verlassen. Der 41-Jährige sagte dem ORF Vorarlberg, er werde seine Bundesliga-Karriere beenden und möglicherweise in die Regionalliga wechseln.
Bei Pasching im Gespräch
Schicklgruber ist nach eigenen Angaben bereits bei Regionalligist Pasching im Gespräch. In Zukunft will er aber auf jeden Fall auch als Tormanntrainer arbeiten, das Trainerdiplom ist eines der nächsten großen Ziele.

Schicklgruber wechselte in der Wintersaison zu Altach und trug die Nummer 80 - als Symbol für das 80-jährige Bestehen, das der SCRA in diesem Jahr feiert. Am Sonntag wird Schicklgruber gegen Salzburg sein letztes Bundesliga-Spiel bestreiten.
Schillernde Tormannpersönlichkeit
Mit seinem Rücktritt verliert die österreichische Fußball-Bundesliga eine der schillerndsten Tormannpersönlichkeiten der vergangenen Jahre. "Ich hatte eine wunderschöne Karriere, in der die Jahre bei Sturm Graz sicherlich herausragten", meinte Schicklgruber gegenüber der APA. Für Schlagzeilen hatte Schicklgruber im Jahr 1994 gesorgt, als er im Tor des LASK 1.241 Minuten ohne Gegentreffer blieb und damit maßgeblich beim Aufstieg der Linzer ins Oberhaus mithalf.
Bundesliga-Aufstieg mit Pasching
Ebenfalls den Aufstieg in die oberste heimische Liga schaffte Schicklgruber 2002 mit dem einstigen Dorfclub Pasching. Mit den Oberösterreichern stieß er nach einem Erfolg über Werder Bremen auch bis ins Finale des UI-Cups vor. Nach seiner Rückkehr zu Sturm 2007 wollte Schicklgruber mit Saisonende zurücktreten, aufgrund von Verletzungen der Goalies Christian Gratzei und Martin Kobras wurde er jedoch noch einmal reaktiviert und gebraucht.
"Wollte Zellhofer etwas zurückgeben"
Auch der zweite Rücktrittsversuch im Winter 2008/09 "scheiterte", da Neo-Altach-Coach Georg Zellhofer anrief und Schicklgruber zu Altach lotste. "Ich hatte mit Zellhofer in Pasching eine super Zeit und wollte ihm durch meine Hilfe etwas zurückgeben", so Schicklgruber, dessen 15-jähriger Sohn Jürgen als Tormann in der Linzer Nachwuchsakademie trainiert. Trotz Schicklgrubers Einsatz werden die Altacher vermutlich in die Erste Liga absteigen.
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