Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Computer (Bild: Fotolia/Phototom)
Justiz
Geldstrafe: Herabwürdigung religiöser Lehren
Wegen Herabwürdigung religiöser Lehren ist ein 43-jähriger Lustenauer am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten Geldstrafe von 300 Euro verurteilt worden. Er hatte im Internet den Koran als Lügenbuch bezeichnet.
Angeklagter: "Ich bin ein Patriot"
Der 43-Jährige saß mit einem rot-weiß-rotem Muskelshirt mit der Aufschrift Austria vor dem Richter. In der Hand hielt er eine deutsche Ausgabe des Korans und zitierte daraus. Er sei kein Nazi, sondern ein Patriot, so der Angeklagte.

Er hatte auf vol.at unter dem Pseudonym "Nationalfeiertag" gegen den Islam gewettert. Er postete etwa Aussagen wie "Der Koran sei ein Lügenbuch" und "Die Mohammedaner seien die Feinde der Christen, sie hätten auch 200 Juden eigenhändig umgebracht".
Verhetzung nicht nachgewiesen
Mit diesen Postings habe er darauf aufmerksam machen wollen, dass diese Religionsgemeinschaft bei ihrer Anerkennung in Österreich 1912 nie überprüft worden sei, so der Angeklagte. Dagegen müsse endlich etwas gemacht werden.

Eine Verhetzung konnte dem Lustenauer nicht nachgewiesen werden. Er wurde wegen Herabwürdigung religiöser Lehren zu einer bedingten Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Der Angeklagte verzichtete auf Rechtsmittel.
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