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MI | 11.04.2012
Johannes Rauch (Bild: ORF)
POLITIK
Rauch: Alle Details zum Fall Kumpf offenlegen
Nach den Bundes-Grünen haben nun auch die Vorarlberger Grünen eine Anfrage eingebracht. Obmann Johannes Rauch fordert von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP), alle Details zum Fall Kumpf offenzulegen.
Zahlreiche Fragen sind offen
"Im Zusammenhang mit der Unterbringung des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers Josias Kumpf in Vorarlberg und der Sonderbehandlung durch die Landesregierung ist eine Reihe von Fragen offen geblieben", so Grünen-Klubobmann Johannes Rauch.

Ihn würde etwa interessieren, auf welcher Rechtsgrundlage von der Vorarlberger Landesregierung für einen Angehörigen der ehemaligen Totenkopf-SS, der US-Ermittlungen zufolge an der Erschießung von 8.000 Jüdinnen und Juden beteiligt war, die Mietkosten einer Wiener Luxuswohnung übernommen werden.

Rauch richtet seine Anfrage an Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Landesstatthalter Markus Wallner und Landesrätin Greti Schmid. Die Rolle der Landesregierung in diesem Fall sei lückenlos offenzulegen, fordert Rauch.
"Warum um 2.00 Uhr nachts verlegt?"
Laut den Grünen ist Kumpf auf unklarem Wege in Bregenz gelandet und dort zuerst am Landeskrankenhaus aufgenommen worden. Später erfolgte eine Verlegung in das Landeskrankenhaus Rankweil. Von dort wiederum, nachdem der Fall öffentlich zu werden drohte, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Verlegung nach Wien. Gerade diese Verlegung um zwei Uhr nachts müsse begründet werden, so Rauch.
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