Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Baby, Bild: Fotolia/Michael Kempf
JUSTIZ
Kein voller Kostenersatz nach Hausgeburt
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat die Klage einer Dornbirnerin abgewiesen, die den vollen Kostenersatz nach einer Hausgeburt gefordert hatte. Damit scheiterte die Frau mit ihrer Klage auch in der dritten und letzten Instanz.
Klage gegen die GKK
Die Dornbirnerin hatte vor einem Jahr die Gebietskrankenkasse (GKK) geklagt, weil sie nach einer Hausgeburt nur etwa die Hälfte - insgesamt 600 Euro - der tatsächlichen Kosten rückerstattet bekam.

Sie kritisiert, dass die Kosten für Hausgeburten nicht zur Gänze von der GKK übernommen werden. Dagegen werden Spitalsgeburten, die um einiges teurer sind, immer komplett übernommen. Eine Hausgeburt kostet rund 1.200 Euro, eine Spitalsgeburt dagegen mit rund 2.400 Euro etwa das Doppelte.
Tarife österreichweit festgelegt
Die Klage der Frau hatte vor einem Jahr eine politische Diskussion im Land in Gang gebracht. Führende Gynäkologen, Gesundheitslandesrat Markus Wallner (ÖVP) und die FPÖ bezeichneten die Regelung als ungerecht.

In Vorarlberg kämen rund 50 Kinder pro Jahr zu Hause auf die Welt, so etwa FPÖ-Klubchef Fritz Amann damals. Somit handle es sich um einen absolut verantwortbaren Kostenrahmen, das Land solle die Kosten ausgleichen.

"Die Tarife für Vertragshebammen sind einfach zu niedrig," erklärte Gesundheitslandesrat Markus Wallner (ÖVP). Allerdings seien die Tarife österreichweit festgelegt, das Land könne sie kaum direkt beeinflussen, so Wallner.

Vonseiten der GKK hieß es, der Vergleich zwischen Haus- und Spitalsgeburt könne so nicht gelten. Gebe es zu Hause Probleme, kämen zusätzliche Betreuungskosten sowie Kosten für einen Transport etc. hinzu, die im Krankenhaus nicht anfallen würden.
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