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MI | 11.04.2012
TV-Diskussion (Bild: ORF)
POLITIK
Diskussion um Vorarlberger FPÖ-Wahlplakat
Das FPÖ-Wahlplakat mit dem Slogan "Elterngeld für heimische Familien" wird vom Jüdischen Museum Hohenems kritisiert. In "Vorarlberg heute" diskutierten FPÖ-Obmann Dieter Egger und Museumsdirektor Hanno Loewy über dieses Plakat.
FPOE-Plakat (Bild: ORF) Offener Brief des Jüdischen Museum
In einem offenen Brief fragte das Jüdische Museum am Mittwoch, wer laut FPÖ zu den heimischen Familien zählt. Der ORF Vorarlberg lud am Donnerstagabend Museumsdirektor Hanno Loewy und FPÖ-Obmann Dieter Egger am Donnerstagabend zu einer Livediskussion in die TV-Sendung "Vorarlberg heute" ein.
Video der Live-Diskussion

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Hanno Loewy (Bild: ORF)
Hanno Loewy
"Über offensive Form des Plakats verwundert"
Als Museum stehe man für die Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Religion, begründete Loewy die öffentliche Kritik des Museums. Er habe mit Verwunderung zu Kenntnis genommen, als er das Plakat sah, dass die FPÖ dieses Thema in dieser offensiven Form spiele.
Dieter Egger (Bild: ORF)
Dieter Egger
"Regeln wie beim Landes-Familienzuschuss"
Er sei verwundert über die Aussagen von Loewy, entgegnete Egger. Auf der Homepage der FPÖ sei genau nachzulesen, wer zum Bezieherkreis des Elterngeldes gehören soll. Es handle es um denselben Bezieherkreis wie beim Familienzuschuss des Landes: österreichische Staatsbürger, EWR-Bürger und Schweizer.

Loewy kenne weder die Vorarlberger Gesetzte noch die Vorarlberger Richtlinien, so Egger. Loewy habe auch nie den Familienzuschuss des Landes kritisiert. Man müsse aufhören, dass Zuwanderer, die nach Vorarlberg kommen, von der ersten Minute weg alle staatlichen Leistungen hätten, sagte Egger. Das sei auf Dauer nicht finanzierbar.
"Heimisch sind Pflanzen, nicht Menschen"
Das Thema der Kritik sei nicht die Landespolitik in Bezug auf den Familienzuschuss gewesen, sagte Loewy. Auf dem Plakat seien zwei verschiedene Dinge miteinander vermischt worden. Zum einen die sinnvolle Forderung, Familien dabei zu unterstützen, Kinder zu bekommen und zum anderen sei mit dem Slogan "heimisch" ein ganz anderes Thema aufgemacht worden.

Das Thema, dass bestimmte Menschen nach Kriterien bevorzugt werden, die etwas mit der Biologie zu tun haben. Heimisch seien nicht Menschen, sondern Pflanzen, sagte Loewy.
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