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MI | 11.04.2012
Ernst Hagen (Bild: FPOE)
Ernst Hagen
POLITIK
FPÖ-Hagen wird Landtagsvizepräsident
Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch haben die Freiheitlichen bekanntgegeben, dass Landtagsabgeordneter Ernst Hagen Landtagsvizepräsident werden soll. Für den Bundesrat nominiert die FPÖ Cornelia Michalke.
Neun Abgeordnete im Landtag
Die FPÖ hat bei der Landtagswahl am 20. September neun Mandate erreicht. Aus dem Bezirk Bregenz werden die erfahrene Abgeordnete Silvia Benzer und neu Hubert Kinz in den Landtag einziehen, aus dem Bezirk Dornbirn Parteiobmann Dieter Egger als Klubobmann sowie Ernst Hagen.

Aus dem Bezirk Feldkirch stoßen Daniel Allgäuer und Rudolf Jussel, aus dem Bezirk Bludenz Josef Brunner zum Landtagsteam der Freiheitlichen. Restmandate gab es für Ernst Blum und Kornelia Spiß. Die fünf Letztgenannten haben erstmals den Sprung in den Landtag geschafft.
Die neuen FPÖ-Abgeordneten
Daniel Allgäuer
Daniel Allgaeuer (Bild: FPOE)Der 45-jähriger Daniel Allgäuer aus Feldkirch ist Landwirt und Landesparteiobmann-Stellvertreter.
Peppi Brunner
Peppi Brunner (Bild: FPOE)Der 50-jährige Peppi Brunner ist selbständiger Versicherungsmakler und Gemeinderat in Dalaas.
Ernst Blum
Ernst Blum (Bild: FPOE)Der 52-jährige Ernst Blum ist Bürgermeister der Gemeinde Fußach.
Rudolf Jussel
Rudolf Jussel (Bild: FPOE)Der 50-jährige Rudolf Jussel aus Schlins ist selbständiger Raumausstatter und Mitglied der Landesparteileitung.
Hubert Kinz
Hubert Kinz (Bild: FPOE)Der 48-jährige Hubert Kinz ist Rechtsanwalt in Bregenz und Mitglied der Landesparteileitung.
Kornelia Spiß
Kornelia Spiss (Bild: FPOE)Die 44-jährige Kornelia Spiß ist Gemeindevertreterin in Nenzing.
Cornelia Michalke
Cornelia Michalke (Bild: FPOE)Cornelia Michalke wird für den Bundesrat nominiert. Die 53-jährige diplomierte Übersetzerin ist derzeit Gemeindevertreterin in Höchst.
Dieter Egger (Bild: ORF)
Dieter Egger
"Gute Basis für Landtagswahl 2014"
"Es ist ein sehr gutes Team, eine Mischung aus etablierten und frischen Kräften, die Erfahrung aus der Kommunalarbeit mitbringen", erklärte Egger. Man werde frischen Wind in den Landtag bringen und "geradlinige, konstruktive Oppositionspolitik" betreiben. Dabei sei man zur Kooperation mit allen anderen Parteien bereit, wenn es inhaltliche Übereinstimmung gebe.

Thematisch werde man zunächst die drei Bereiche Integration, Raumplanung und Sicherheit als Schwerpunkte setzen. "Wir wollen in den nächsten fünf Jahren eine gute Basis für die Landtagswahl 2014 legen. Da werden die Karten komplett neu gemischt", sagte Egger.
Appell an die ÖVP
Ob die FPÖ bei der konstituierenden Landtagssitzung am 14. Oktober Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP)mitwählen wird, sagte Egger nicht. Man werde dies in einer Klubsitzung im Vorfeld der Landtagssitzung klären.

An die ÖVP richtete Egger den Appell, mit ihren "parteipolitischen Spielchen" aufzuhören und auch sinnvolle Vorschläge der anderen Parteien aufzunehmen. Die FPÖ könne sich durchaus vorstellen, dem Budget zuzustimmen, "falls maßgebliche Forderungen unsererseits wie etwa das Elterngeld Platz finden".
Kritik an Ressortverteilung
Die neue Ressortverteilung in der Landesregierung, wie sie die ÖVP angekündigt hat, wurde von Egger kritisiert. Überhaupt kein Verständnis zeigte er für das Ressort der neuen Landesrätin Andrea Kaufmann, die sich um Kultur, Wissenschaft und Weiterbildung kümmern wird.

"Wofür wird hier bezahlt? Das sind drei Nebenressorts", stellte Egger fest. Man werde sich sehr genau ansehen, ob die zwei ÖVP-Landesräte, die seine bisherigen Agenden übernehmen werden, "das nebenbei bewältigen können", so der FPÖ-Chef.
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