Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Pfaendertunnel (Bild: ORF)
VERKEHR
Durchstich bei zweiter Pfändertunnel-Röhre
Bei der zweiten Pfändertunnel-Röhre ist am Freitag der Durchstich gefeiert worden. Die 2.000 Tonnen schwere, 200 Meter lange Tunnelvortriebsmaschine Angelika hat sich zuvor 14 Monate lang von Nord nach Süd durch den Pfänder gebohrt.
"Angelika" schaffte rund zwanzig Meter täglich.
218 Millionen werden investiert
Die Vorbereitungsarbeiten für den
Maschinenvortrieb begannen im Oktober 2007, der Maschinenvortrieb selbst im September 2008.

Bis 2013 werden in den Vollausbau des Pfändertunnels 218 Millionen Euro investiert.

Im Juni 2012 soll die zweite Röhre des Pfändertunnels dem Verkehr übergeben werden. Dann wird ein Jahr lang die bestehende Tunnelröhre generalsaniert. Sie ist seit knapp 30 Jahren in Betrieb.

Der Vollbetrieb beider Röhren soll im Juni 2013 aufgenommen werden.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Im Video sehen Sie, wie "Angelika" den Fels durchbricht.

Der Durchstich erfolgte bereits am 4. November. Gefeiert wurde er am Freitag.
Ursprünglich war der Durchschlag für Spätsommer 2009 geplant.
Zweite Röhre soll Entlastung bringen
Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) betonte bei der Durchschlagsfeier die Bedeutung der zweiten Röhre zur Verkehrsentlastung von Bregenz und der umliegenden Gemeinden. "Der Vollausbau wird eine deutliche Entlastung für die gesamte Bevölkerung in der Region bringen", versprach Bures.

Der Vollausbau soll neben einer Entlastung der umliegenden Gemeinden vom Ausweichverkehr auch mehr Sicherheit für die Autofahrer bringen.

Nach Angaben der Asfinag ist der Pfändertunnel mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen von rund 27.000 Kfz in 24 Stunden der meist frequentierte einröhrige Autobahntunnel in Österreich. Ein einröhriger Tunnel sei damit überlastet, was sich auch an den häufigen Staus vor dem Pfändertunnel zeige.
Tunnel wird von Hohenems aus überwacht
Als nächster Schritt im Bauprozess werden die Querverbindungen zwischen den beiden Tunnelröhren sowie die Anbindungen an die Lüftungsschächte aus dem Berg gesprengt. Dann folgt der Ausbau der Innenschale, die Betonfahrbahn und die Installation von Einrichtungen wie Belüftung, Beleuchtung und Tunnelfunk.

Die Steuerung und Überwachung des Tunnels erfolgt von der Tunnelzentrale Hohenems aus.
Ganz Österreich
Vorarlberg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News