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MI | 11.04.2012
Minarett (Bild: APA/Barbara Gindl)
RELIGION
Schweizer stimmen für Minarett-Bauverbot
Die Schweizer Bevölkerung hat heute überraschend einem Bauverbot für Minarette zugestimmt. Die Initiative der rechtsgerichteten schweizerischen Volkspartei ist mit fast 60 Prozent der Stimmen angenommen worden.
Minarett (Bild:ORF)
Anti-Minarett-Plakat
Meiste Zustimmung im Kanton Appenzell
Noch Mitte November hatte es in Umfragen eine relativ deutliche Mehrheit für die Gegner der Initiative gegeben. Am Sonntag haben nun aber die Befürworter des Minarett-Verbots eine klare Mehrheit erhalten. Bei der Volksabstimmung sprachen sich über 57 Prozent für ein Minarett-Bauverbot aus.

Am deutlichsten fiel die Zustimmung der Schweizer im Ostschweizer Kanton Appenzell Innerrhoden mit 71 Prozent aus. Im Kanton St. Gallen sagten über 65 Prozent "Ja" zum Minarett-Bauverbot.

Die Regierung hatte empfohlen, mit "Nein" zu votieren. Sie befürchtet, ein Minarett-Verbot werde dem Ansehen der Schweiz schaden. Auch ein Handelsboykott arabischer Länder wäre möglich.
Herbert Sausgruber (Bild: ORF)
Herbert Sausgruber
Sausgruber nicht überrascht
Landeshauptmann Herbert Sausgruber ist über das Ergebnis nicht überrascht. Er habe mit einem solchen Ausgang gerechnet.

Direkte Auswirkungen für Vorarlberg erwarte er aber keine. Hierzulande gebe es bereits klare gesetzliche Regelungen zum Bau von Minaretten.
Dieter Egger (Bild: ORF)
Dieter Egger
Egger sieht FPÖ-Strategie bestätigt
Vorarlberg habe bereits ein wirkungsvolles Modell, um Minarette zu verhindern, sagt FPÖ-Chef Dieter Egger auf Anfrage von Radio Vorarlberg. Das Schweizer Ergebnis zeige außerdem, dass die heimische FPÖ mit der Anti-Minarett-Initiative auf absolut richtigem Weg gewesen sei.
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