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MI | 11.04.2012
Hans-Dieter Grabher (Bild: ORF)
Hans-Dieter Grabher
LUSTENAU
Hans-Dieter Grabher tritt nicht mehr an
Hans-Dieter Grabher (FPÖ) wird nicht mehr bei der Bürgermeisterwahl antreten. Das hat er am Mittwochvormittag gegenüber dem ORF Vorarlberg bekannt gegeben. Grabher ist seit 16 Jahren ununterbrochen Bürgermeister von Lustenau.
Ernst Hagen (Bild: ORF)
Ernst Hagen
Ernst Hagen tritt statt Grabher an
Nun soll Landtagsvizepräsident Ernst Hagen die Lustenauer Freiheitlichen als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl führen. Der langjährige Landtagsabgeordnete (seit 1994) bringe beste Voraussetzungen mit, zeigte sich Grabher bezüglich des Wahlausgangs optimistisch.

Es sei intern immer geregelt gewesen, dass er antreten werde, wenn Grabher das nicht mehr tue.

Hagen ist FPÖ-Ortsparteiobmann, seit 1993 Lustenauer Gemeinderat und war bereits einmal Vizebürgermeister der 21.000-Einwohner-Kommune. "Ich rechne mir gute Chancen aus und habe ein starkes Team hinter mir", sagte Hagen. Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, würde er seine landespolitische Karriere aufgeben. "Beides geht nicht", so Hagen.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist für Hagen die Verbesserung der Verkehrssituation - hier sei eine Entlastung durch die bessere Verteilung des Lkw-Verkehrs oder eine zusätzliche Wartespur in Arbeit.
Grabher blickt auf 16 Jahre zurück
33 Jahre in der Politik - darunter neun Jahre als Landesregierungsmitglied und 16 Jahre als Bürgermeister - seien genug, sagt der 62-jährige Hans-Dieter Grabher zu seiner Nicht-Kandidatur.

Er werde sich - auch auf Wunsch der Familie - ins Privatleben zurückziehen und habe auch den inständigen Bitten seiner Parteikollegen widerstanden, sagt Grabher. Weitere fünf Jahre im Amt wären zu viel, auch wenn er die Chancen auf einen Wahlerfolg als sehr groß beurteilt hätte.
Mit Wirtschaft zufrieden - Verkehr als Problem
Als Bürgermeister habe er vor allem wirtschaftlich viel erreichen können, sagt Grabher. Nach dem Rückgang im Stickereibereich habe man etwa mit dem Millennium-Park und dem Industriegebiet Nord ein gutes Gegengewicht schaffen können und über 1.000 neue Arbeitsplätze generiert.

Außerdem stehe das "Jahrhundertprojekt" Ortskanalisation vor dem Abschluss, mit dem neuen Gymnasium sei ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.

Als negative Punkte seiner Amtszeit nennt Grabher die Diskussion um den Blauen Platz sowie die Verkehrssituation. In Sachen Verkehr sei man einfach nie wirklich weitergekommen. Grabher hofft, dass nach dem endgültigen Aus für die S18 nun neue Ansätze gefunden werden können.

Der FPÖ wird Grabher - wenn die Partei es will - weiterhin zur Verfügung stehen, allerdings auf ehrenamtlicher Ebene.
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