Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Gemeindewahl 2010 (Bild: ORF)
GEMEINDEWAHLEN
Piratenpartei tritt erstmals bei Wahl an
Die Frist zur Abgabe von Wahlvorschlägen für die Vorarlberger Gemeindewahl am 14. März ist am Montag abgelaufen. Nun steht unter anderem fest: Bei der Gemeindewahl in Bregenz tritt erstmals in Österreich die Piratenpartei an.
Schutz von Bürger- und Menschenrechten
Zentrale Inhalte der Piratenpartei sind der Schutz von Bürger- und Menschenrechten sowie der Datenschutz. Das müsse auch auf Gemeindeebene gesichert werden, so der Vorarlberger Parteisprecher Marc Fuhrken.

Wer heutzutage in ein Geschäft gehe, werde gefilmt und durchleuchtet und mit Kundenkarten konfrontiert, bei denen man nicht wisse, was mit den Daten geschehe. Er sei zuversichtlich, dass die Piratenpartei mit diesen Themen eine Basis lege, um auch bei großen Wahlen erfolgreich zu sein, sagt Fuhrken.

Spitzenkandidatin der Piratenpartei in Bregenz ist Eva Grabher, auf der Liste stehen drei weitere Mitstreiter.
Bregenz: Sechs Parteien kandidieren
Auch die Bregenzer Freiheitlichen haben inzwischen ihren Wahlvorschlag abgegeben: Listenführer und Bürgermeisterkandidat ist Harald Stifter. Damit kandidieren in Bregenz am 14. März nun sechs Parteien.
Einige meldeten kurz vor Schluss an
Während die Wahlvorschläge in den größeren Gemeinden oft nur mehr Formsache waren, wurde in manchen kleineren Gemeinden bis zuletzt darum gekämpft, genug Kandidaten zu finden. In einigen Orten haben sich noch kurz vor Ablauf der Frist am Montag Listen und Kandidaten angemeldet.
Damüls: Tourismus-Geschäftsführer tritt an
Für die Einheitliste in Damüls wurde nun doch noch ein Spitzenkandidat gefunden: Der Geschäftsführer des Damüls-Faschina-Tourismus, Stefan Bischof, bewirbt sich um die Nachfolge von Bürgermeister Madlener, der nicht mehr kandidiert.
Au: Bürgermeister Natter tritt wieder an
In Au kam der amtierende Bürgermeister Pius Natter in der Vorwahl nur auf Platz fünf, Ende vergangener Woche habe man ihn aber gedrängt, doch noch einmal anzutreten, sagte Natter.
Sulzberg: Drei Listen zur Auswahl
In Sulzberg hat man nach zehn Jahren wieder die Auswahl unter drei Listen. Zur ÖVP-Bürgerliste von Bürgermeister Helmut Blank und der "Thaler Liste" aus dem Ortsteil Thal kommt eine Liste "Zukunft Sulzberg" hinzu. Gemeindechef Blank ist der einzige Direktwahlkandidat.
Rankweil: Vier Listen kandidieren
In Rankweil - mit knapp 12.000 Einwohnern die achtgrößte Gemeinde des Landes - sind es nur vier Listen, aber auch dort wird es spannend: Bürgermeister Martin Summer schlägt seine erste Wahl, er folgte vor erst eineinhalb Jahren Hans Kohler nach. Zweitstärkste Fraktion in Rankweil sind die Grünen - und wollen das Ende der schwarzen Mehrheit in Rankweil.

Der Spitzenkandidat der Rankler Grünen, Gemeinderat Christoph Metzler, bekam letztes Mal 32 Prozent bei der Bürgermeisterdirektwahl, die Grünen erreichten 27 Prozent für die Gemeindevertretung. Diese Ausgangslage sollte den Farbwechsel in Rankweil ermöglichen, sagt Metzler. Er wolle ein Bürgermeister über Parteigrenzen hinweg werden.

ÖVP-Bürgermeister Summer stellt der langjährigen Erfahrung des Grünen Herausforderers ein junges Team mit einem Drittel neuer Kandidaten entgegen. Die SPÖ schickt Gemeinderat Werner Nesensohn ins Rennen. Ohne Kandidaten für die Bürgermeister-Direktwahl treten die Freiheitlichen mit Wolfgang Müller an der Spitze an.
Dornbirn: "Buntkarierte" wieder dabei
Aus Dornbirn wurde bekannt, dass auch die "Buntkarierten" wieder bei der Gemeindewahl antreten. Bürgermeisterkandidat ist Jogy Wolfmeyer, bekannt durch die Homosexuellen-Initiative.

Wolfmeyer betont aber, dass der Liste auch viele Heterosexuelle angehörten. Man habe Wert auf junge Kandidaten gelegt: Das Durchschnittsalter liege bei etwa 25 Jahren. Beim letzten Antreten im Jahr 2000 erreichten die Buntkarierten 2,6 Prozent.
Ganz Österreich
Vorarlberg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News