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MI | 11.04.2012
Kurt Fischer (Bild: ORF)
Kurt Fischer
GEMEINDEWAHLEN
Erdrutschsieg der ÖVP in Lustenau
Lustenau wird nach 50 Jahren FPÖ-Herrschaft künftig von einem ÖVP-Bürgermeister und mit einer absoluten Mehrheit der ÖVP regiert. Kandidat Kurt Fischer holte bei der Bürgermeisterwahl knapp 59 Prozent der Stimmen.
Lustenau Balken (Bild: ORF)
Bei den Gemeindewahlen in Lustenau waren dieses Mal 15.070 Bürger wahlberechtigt.
Gemeindevertretung: Absolute für ÖVP
Bei der Wahl zur Gemeindevertretung holt die ÖVP in Lustenau 51,11 Prozent der Stimmen - das sind 13,9 Prozentpunkte mehr als bei der vergangenen Wahl im Jahr 2005.

Die FPÖ kommt auf 30,99 Prozent und muss Verluste von 9,38 Prozentpunkten hinnehmen.

Die Grünen kommen auf 12,41 Prozent, die SPÖ erreicht 5,49 Prozent.
Lustenau Saeulen (Bild: ORF)
ÖVP bekommt 19 Sitze
Die ÖVP wird in der neuen Gemeindevertretung 19 Sitze innehaben (fünf mehr als zuvor), die FPÖ muss vier Sitze abgeben und hat demnächst elf Sitze. Die Grünen haben weiterhin vier und die SPÖ weiterhin zwei Mandate.
Lustenau Torte (Bild: ORF)
Bürgermeister-Direktwahl: Klares Votum
Noch deutlicher fiel das Votum bei der Bürgermeister-Direktwahl aus: Kurt Fischer (ÖVP) kommt auf 58,99 Prozent der Stimmen, Ernst Hagen (FPÖ) auf 31,99 Prozent.

Fischer steigerte sich damit im Vergleich zur letzten Bürgermeisterwahl um rund 20 Prozentpunkte. Hagen erhielt dagegen 13,84 Prozentpunkte weniger als sein Vorgänger Hans-Dieter Grabher.

Grünen-Kandidat Bernd Bösch holte 5,19 Prozent, Richard Apnar (SPÖ) kam auf 3,83 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 67,13 Prozent, das ist um rund ein Prozent weniger als 2005.
Video: Stellungnahmen der Kandidaten

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Fischer: "Bin überwältigt vom großen Vertrauen."
Fischer: "Wunderschöner Tag"
Fischer sprach nach Bekanntwerden von einem "wunderschönen Tag". Er sei überwältigt von dem großen Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde: "Wenn man an die 60 Prozent der Stimmen bekommt, dann kommt das aus allen Bereichen der Bevölkerung", erklärte Fischer, der sich im gleichen Atemzug bei den Wählern bedankte.

Fischer galt bereits im Vorfeld als Favorit, das Ergebnis fiel allerdings viel deutlicher aus als erwartet. Den Grund für seinen Wahlerfolg sieht Fischer "in der guten Arbeit, die er in den zehn Jahren seiner politischen Tätigkeit in Lustenau" geleistet habe. Laut Fischer gilt es nun, das Lagerdenken zu überbrücken und gemeinsam Lustenau zu gestalten.
Stellungnahme von Kurt Fischer

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Fünf Jahrzehnte von der FPÖ regiert
Lustenau galt als spannendster Ort bei den Gemeindewahlen. Die FPÖ hatte in Österreichs größter Marktgemeinde seit 1960 ununterbrochen das Gemeindeoberhaupt gestellt, seit 1965 waren die Freiheitlichen auch stets stärkste Fraktion. Der noch amtierende Bürgermeister Hans-Dieter Grabher (FPÖ) trat dieses Mal nicht mehr an. Er gab im Jänner bekannt, dass für ihn nach 17 Jahren in dieser Funktion Schluss sei.
Ernst Hagen (Bild: ORF)
Ernst Hagen
Hagen: "Übernehme die volle Verantwortung"
Hagen, Grabhers Nachfolger als FPÖ-Spitzenkandidat, sagte, er nehme die volle Verantwortung für die Niederlage auf sich. Der Wahlkampf sei auf seine Person als Spitzenkandidat zugeschnitten gewesen.

Mit Verlusten von einem solchen Ausmaß habe er nicht gerechnet, so Hagen weiter. Nach den Jahrzehnten, die Lustenau von der FPÖ regiert worden sei, schmerze dieses Ergebnis besonders.
Stellungnahme von Ernst Hagen

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2005 war Fischer noch knapp geschlagen
Bereits bei der vergangenen Wahl im Jahr 2005 war es für die FPÖ eng geworden: Grabher musste gegen Fischer in die Stichwahl und konnte sich damals nur knapp durchsetzen. 175 Stimmen Differenz entschieden damals zugunsten von Grabher. Bei der Wahl vor fünf Jahren eroberte die FPÖ 15 Sitze, die ÖVP kam auf 14 Sitze.
Video von der Wahlparty der ÖVP

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