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MI | 11.04.2012
Gemeindewahl 2010 (Bild: ORF)
GEMEINDEWAHLEN
Vorarlberg bleibt schwarz, SPÖ verliert
Vorarlberg bleibt auch nach den Gemeindewahlen "tiefschwarz". Alle Städte werden weiterhin von ÖVP-Bürgermeistern regiert. Die SPÖ verlor deutlich Stimmen und einen von zwei Bürgermeistern, die FPÖ verlor zwei Bürgermeister.
Die landesweiten Zahlen
Das vorläufige Endergebnis der Vorarlberger Gemeinderatswahlen auf das Land umgerechnet inklusive Briefwahl, berechnet von der ÖVP:

ÖVP: 44,63 Prozent (+1,18 Prozentpunkte)
FPÖ: 11,33 Prozent (+1,26 Prozentpunkte)
SPÖ: 10,75 Prozent (-4,86 Prozentpunkte)
Grüne: 7,32 Prozent (+0,79 Prozentpunkte)
BZÖ: 0,24 Prozent (2005 noch nicht angetreten)
Sonstige: 25,97 Prozent (+1,63 Prozentpunkte)
Wahlbeteiligung: 62,63 Prozent ( -2,29 Prozentpunkte)
ÖVP bejubelt Ergebnisse in Städten
Die ÖVP blieb auf das ganze Land gesehen nach ihren eigenen Berechnungen weitgehend konstant (+1,18). Sie hatte vor allem in den Bezirkshauptstädten deutliche Erfolge zu bejubeln.

Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart gewann klar und muss im Gegensatz zur Wahl vor fünf Jahren nicht in eine Stichwahl. Ebenfalls im ersten Durchgang bestätigt wurden unter anderem die Stadtchefs von Dornbirn, Feldkirch und Bludenz. Ein historisches Ergebnis schaffte die ÖVP in Lustenau.
Kurt Fischer (Bild: D.Mathis)
Jubel in Lustenau: Die ÖVP mit Kurt Fischer hat die Marktgemeinde nach 50 Jahren FPÖ-Herrschaft übernommen.
ÖVP-Verluste setzte es in Hohenems, wo die Volkspartei zwar den Bürgermeister-Sessel retten konnte, nicht aber die absolute Mehrheit sowie in Hörbranz, wo es sogar eine Stichwahl um das Gemeindeoberhaupt gibt gegen einen Kandidaten der FPÖ. In Weiler verlor die ÖVP den Bürgermeister-Posten. Die Volkspartei hat nach eigenen Angaben landesweit sechs Mandate dazu gewonnen.
Alles landesweiten Ergebnisse beruhen auf Berechnungen der ÖVP-Landesgeschäftsstelle, ein amtliches landesweites Endergebnis gibt es bei Vorarlberger Kommunalwahlen nicht.
FPÖ verliert zwei Bürgermeister-Sessel
Die FPÖ hat laut den aktuellsten Berechnungen der ÖVP leicht an Stimmen dazu gewonnen (+1,26). Die Mandate blieben dieser Rechnung zufolge gleich.

Die FPÖ selber geht jedoch von einem Plus von neun Prozent aus, was 24 zusätzliche Mandate bedeute. Grund für die unterschiedlichen Ergebnisse sind laut ÖVP diejenigen Listen, die nicht konkret einer Partei zuzuordnen sind. Die ÖVP hat nach eigenen Angaben nur die Listen jeweils einer Partei zugeordnet, die auch den Namen der Partei verwenden. Das gelte auch für die ÖVP-nahen Listen.

Die Freiheitlichen verloren die Bürgermeister-Posten in Lustenau und Mittelberg im Kleinwalsertal. Landesweit gesehen kam die FPÖ auf Platz zwei und liegt damit vor der SPÖ.
SPÖ mit Verlusten
Die SPÖ muss die deutlichsten Verluste hinnehmen, ein Minus von 4,86 Prozent. Sie stellt nach derzeitigem Ergebnis künftig nur noch einen Bürgermeister (in Bürs) statt zwei - und hat in ehemaligen Hochburgen wie Bregenz und Bludenz gerade einmal rund ein Viertel der Wähler hinter sich.

In Bregenz, der Heimatstadt von Landeschef Michael Ritsch, verlor sie um 9,2 Prozentpunkte. Die SPÖ hat laut ÖVP-Berechnungen 66 Mandate verloren.
Grüne mit leichtem Plus
Mit einem leichten Plus (landesweit +0,79) schnitten die Grünen ab. Sie erhielten vor allem dort viele Stimmen, wo sie erstmals antraten wie in Lochau (23,3 Prozent) und in Altach (18,1 Prozent). Die Grünen haben damit laut ÖVP landesweit 16 Mandate dazu gewonnen.
BZÖ errang drei Mandate im Land
Das BZÖ hat drei der insgesamt 1.779 Mandate gewonnen. In Hörbranz, dem Heimatort von Landesobmann Christoph Hagen, erzielte es 13,20 Prozent, in Bezau erhielt es gerade einmal zwölf Stimmen. Landesweit kam das BZÖ auf 0,24 Prozent, bei der letzten Wahl war es noch nicht angetreten.
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