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MI | 11.04.2012
Bedrohte Frau (Bild: Fotolia/bilderbox)
MISSBRAUCH
Bis zu 100 Opfer jährlich in Ambulanz
Jedes Jahr wenden sich bis zu 100 Frauen und Kinder an die Gewalt- und Missbrauchsambulanz im Krankenhaus Dornbirn. Die Dokumentation darüber gilt auch als Beweis vor Gericht, so dass weitere Untersuchungen und Einvernahmen entfallen können.
Ambulanz 2003 gegründet
Um speziell Frauen oder Kindern, die missbraucht wurden, die Qual mehrerer Untersuchungen oder Einvernahmen zu ersparen, wurde im Krankenhaus Dornbirn im Jahr 2003 eine Gewalt- und Missbrauchsambulanz eingerichtet. Ein eigens geschultes Frauenteam untersucht mutmaßliche Opfer auch nach gerichtsmedizinischen Gesichtspunkten.
Gespräch vor der Untersuchung
Die meisten Opfer kämen in Begleitung einer weiblichen Polizistin, nachdem sie sich bei der Polizei gemeldet haben, sagt die Leiterin der Gewalt- und Missbrauchsambulanz, Karin Frischeis-Bischofberger. Nach einem Gespräch in einem geschützten Rahmen beginne die Suche nach Spuren der Gewalt.
Selten Verletzungen im Genitalbereich
In den meisten Fällen seien allerdings keine starken Verletzungen im Genitalbereich nachweisbar, so Frischeis-Bischofberger. Vielmehr müsse der ganze Körper nach Gewaltspuren untersucht werden.

Bei Kindern gebe es selten körperliche Verletzungen. Hier stammen die Täter meist aus dem unmittelbaren Umfeld und nähern sich den Kindern auf andere Art.
Spezielle Schulungen
Die Mitarbeiterinnen der Ambulanz seien speziell geschult, erklärt Frischeis-Bischofberger. Dafür gebe es bestimmte Standards, damit die Untersuchungen vor Gericht Bestand haben.
Ambulanz 24 Stunden geöffnet
Die Gewalt- und Missbrauchsambulanz im Krankenhaus Dornbirn ist rund um die Uhr besetzt.
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