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MI | 11.04.2012
Salzmann-Hafen (Bild: ORF)
UMWELT
Naturschutzrat kritisiert Salzmannhafen
Der Salzmannhafen-Umbau in Fußach verursacht laut Naturschutzrat massive Umweltprobleme. Der Rat befürchtet, dass das Naturschutzgebiet im Rheindelta Schaden nimmt und das Landschaftsbild sich verschlechtert.
Ausbau des Hafens sei Grenzüberschreitung
Der Naturschutzrat ist ein Beratungsorgan der Landesregierung und meldet sich nur bei Umwelt-Grundsatzfragen zu Wort. Beim geplanten Bau eines neuen Hotels, einer Tiefgarage und eines Bootsliegeplatzes am Hafen in Fußach sieht der Rat nun eine Grenze überschritten.

Der Ratsvorsitzende, Universitätsprofessor Georg Grabherr, stößt sich an der Argumentation der Betreiber. Bei der behördlichen Verhandlung hätten die Betreiber betont, dass lediglich ein Provisorium saniert werde. Grabherr sagt, es sei völlig unzulässig, aus dem Bestehen einer provisorischen Anlage einen Anspruch auf eine Erweiterung abzuleiten.
Grabherr: "Bauphase stört Naturschutzgebiet"
"Die Anlage ist ein Problem für das Landschaftsbild, da der Hafen in Zukunft deutlich sichtbarer sein wird. Der zweite Knackpunkt ist die Bauphase. Durch den Materialtransport ist mit einer massiven Störung des Naturschutzgebietes zu rechnen", kritisiert Grabherr.

Das Rheindelta sei ein Schutzgut von internationaler Bedeutung, der Naturschutzrat wolle einen Neubau nicht verhindern, wenn, dann sollte die gesamte Freizeitanlage aber verkleinert werden. Die Genehmigungsverfahren für die Erweiterung des Salzmannhafens sind laut Bezirkshauptmannschaft Bregenz noch nicht abgeschlossen, es fehlen noch ergänzende naturschutzrechtliche Gutachten.
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