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MI | 11.04.2012
Autobahn Hörbranz (Bild: ORF)
HÖRBRANZ
Geplante Autobahnraststätte in der Kritik
Die Anrainer der geplanten Autobahnraststätte in Hörbranz begehren auf. Mehr als 40 Nachbarn sind am Donnerstag zusammengekommen, um zu diskutieren, wie das Projekt in der geplanten Form verhindert werden kann. Die Betreiber beschwichtigen.
Anrainer: Lebensqualität wird beeinträchtigt
Sie seien nicht gegen die Raststätte an sich, beteuert die Sprecherin der Hörbranzer Anrainer, Ulli Huchler. Das Problem seien die geplanten Zufahrten, die den Verkehr viel näher an die bewohnten Grundstücke heranführen würden. Dies würde einen Verlust eines Naherholungsgebietes für die Anrainer bedeuten, so Huchler.

Der Straßenlärm werde durch die Raststätte zunehmen, da zu Beginn "mit 3.000 Autos am Tag" gerechnet werde. Laut Huchler gehen die Anrainer auch davon aus, dass die Geruchsbelästigung durch die geplante Tankstelle steigen werde. "Wir werden in unserer Lebensqualität beeinträchtigt", sagte Huchler.

Die Anrainer fordern die Gemeindeverantwortlichen in Hörbranz auf, die Umwidmungen für die Raststätte nicht zu genehmigen und Alternativvarianten zu prüfen.
Die Betreiber beschwichtigen
Projektleiter Joachim Nägele von Rhombergbau und Tankstellenbetreiber Werner Schindele sagen dagegen, dass die Situation am Grenzübergang momentan chaotisch sei.

Sie räumen zwar ein, dass der Verkehr mit der Tankstelle nahe an bewohntes Gebiet heranrücken werde, sie wollen jedoch dafür sorgen, dass die Fahrzeuge in geregelten Bahnen von und zur Raststätte geleitet werden. Außerdem sollen durchgehend Lärmschutzwände errichtet werden, so dass die Belastung für die Anrainer gegenüber der jetzigen Situation sogar verbessert würde.
Bürgermeister fordert eine Lösung
Der Hörbranzer Bürgermeister Karl Hehle ist sich sicher, dass die Raststätte den Tanktourismus durch den Ort verringern werde. Er habe die Bürger zu vertreten. Bevor mit den Projektbetreibern nicht eine Lösung der offenen Fragen gefunden werde, werde die Gemeinde einer Umwidmung nicht zustimmen.
Christoph Hagen (Bild: ORF) BZÖ: Bedenken der Anrainer berechtigt
BZÖ-Nationalrat Christoph Hagen teilte in einer Presseaussendung mit, dass er sich mit den Anrainern vor Ort in Hörbranz umgesehen habe und zu dem Schluss gekommen sei, dass ihre Bedenken berechtigt seien.

Nach der Besichtigung sei sich Hagen sicher, dass "einige Punkte im Plan so gar nicht ausführbar wären". Seine Fraktion habe aber schon eine Lösung parat, die er bei der entsprechenden Ausschusssitzung präsentieren werde.
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