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MI | 11.04.2012
Anwalt Battlogg (Bild:ORF)
Anwalt Michael Battlogg
JUSTIZ
Strittige Frühpensionierung: Kritik an Justiz
Ein Justizbediensteter am Bezirksgericht Bludenz soll Missstände aufgezeigt und daraufhin von den Vorgesetzten gemobbt und schließlich in Pension geschickt worden sein. Von Seiten der Justiz werden die Vorwürfe zurückgewiesen.
Als Nestbeschmutzer beschmipft
Laut medizinischem Gutachten wäre der frühpensionierte Justizbedienstete Werner Burger am freien Arbeitsmarkt nicht invalide. Das gilt wohl nicht für das Bezirksgericht Bludenz. Dort wurde Burger als invalide eingestuft.

Für seinen Anwalt Michael Battlogg ist klar: sein Mandant wurde monatelang gemobbt, seit er eine Arbeitskollegin angezeigt hat, weil sie eine Urkunde verfälscht hatte. Er sei als Nestbeschmutzer beschimpft und schließlich zehn Jahre zu früh - im Alter von 53 Jahren - in Frühpension entlassen worden.
Dokument nicht invalide (Bild:ORF)
Anwalt: Burger ziemlich sicher kein Einzelfall
"Das ist ein rechtsstaatlicher Skandal erster Ordnung. Werner Burger ist in den Strudel von Repressalien durch seine Vorgesetzten geraten, obwohl er nichts verbrochen hat", sagt Anwalt Battlogg.

Er habe mittlerweile den Eindruck, dass es der Justiz extrem unangenehm sei, wenn in ihren Reihen Missstände aufgedeckt werden. Er könne nahezu ausschließen, dass Herr Burger ein Einzelfall sei, so Battlogg.

Vom zuständigen Oberlandesgericht Innsbruck werden alle Mobbing-Vorwürfe zurückgewiesen. Auf medizinische Gutachten habe man zudem keinen Einfluss.
Video: Bericht von Gernot Hämmerle

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