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MI | 11.04.2012
Armin Thurnher (Bild: APA/Heribert Corn)
KULTUR
Buchhandel-Ehrenpreis für Armin Thurnher
Der gebürtige Vorarlberger Armin Thurnher ist mit dem diesjährigen Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
"Beitrag zu einem friedlichen Miteinander"
Der Ehrenpreis wurde heuer zum 21. Mal vergeben. Ausgezeichnet wird damit ein Autor, "der sich in seinem Werk und durch sein Engagement für Toleranz gegenüber anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn einsetzt und somit einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa geleistet hat."

Zu den Preisträgern zählen bisher unter anderem Viktor Frankl, Kardinal Franz König, Simon Wiesenthal, Christine Nöstlinger, Sir Peter Ustinov, Paul Lendvai und Erika Pluhar.
Jurybegründung
"Armin Thurnher gilt als einer der profiliertesten Journalisten und Buchautoren Österreichs. Seine stilistische Brillanz und sein unablässiges Engagement für einen breiten öffentlichen Diskurs wird selbst von Kritikern anerkannt und hoch geschätzt. Mit großer Beharrlichkeit setzt er sich in seinen Büchern und Artikeln mit oftmals unbequemen und unpopulären Themen auseinander und verliert auch bei kritischer Betrachtungsweise nie den respektvollen Blick auf sein Gegenüber.

Die österreichische Befindlichkeit, die Medienlandschaft Österreichs, die Vergangenheit des Landes und die aktuelle Politik gehören zu den Hauptaugenmerken Thurnhers. Als scharfsinniger Beobachter zeigt er die Fehler von Journalistenkollegen auf, wendet sich gegen Rechtspopulismus und Medienkonzentration. Er ist Sprachrohr derer, die von den Medien weitgehend unbeachtet bleiben.
Ständig konfrontiert und provoziert der Buchautor seine Leser. Heimniederlage oder Schwarze Zwerge zählen zu den Buchveröffentlichungen und zuletzt sein literarisches Debüt Der Übergänger.

Seinen gekonnten Schreibstil und sein umfangreiches Wissen setzt Thurnher seit langem auch zur Förderung des journalistischen Nachwuchses ein, indem er an zahlreichen Ausbildungsstätten unterrichtet. Auch bei der Gründung der Wiener Wochenzeitung Falter war nicht ökonomischer Erfolg sein primäres Ziel, sondern die Herstellung von Gegenöffentlichkeit. Man bleibt damit bis heute der Gründungsidee treu. Armin Thurnher ist ein Mann mit Zivilcourage, der sich nie gescheut hat, seine Meinung zu vertreten."
Chefredakteur der Wochenzeitung Falter
Armin Thurnher wurde 1949 in Bregenz geboren und ist Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung Falter. Zu seinen Werken zählen "Das Trauma, ein Leben", "Heimniederlage" oder "Der Übergänger".
Preisverleihung am 19. November in Wien
Die Auszeichnung wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und dem Fachverband Buch- und Medienwirtschaft vergeben. Die Preisverleihung findet am 19. November 2010 im Wiener Rathaus statt.
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