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MI | 11.04.2012
Salzmann-Hafen (Bild: ORF)
POLITIK
Streit um Salzmannhafen im Landtag
Das Thema Umwelt in der Landtags-Budgetdebatte stand im Zeichen des Streits um den Umbau des Salzmannhafens am Rohrspitz. Die Freiheitlichen sind für den Umbau. Zuvor war der zunehmende Verbrauch von Grund und Boden im Land Thema.
"Als wären Grund und Boden vermehrbar"
In Vorarlberg würden Natur und Landschaft verbaut und verbraucht, als wären Grund und Boden beliebig vermehrbar, kritisierte Johannes Rauch von den Grünen.

Umweltlandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) räumte ein: In den vergangenen 50 Jahren sei so viel Grund verbraucht worden wie in den 200 Jahren davor. Natürlich, Bevölkerung und Wohlstand seien gewachsen, dennoch gelte es, dem Bodenverbrauch Grenzen zu setzen.
"Für Loch im Diedamskopf, aber gegen Hafen"
FPÖ-Obmann Dieter Egger meinte zu Schwärzler, dieser sei dafür, ein Loch in den Diedamskopf zu sprengen, aber gegen den Umbau des Salzmannhafens. Im Bregenzerwald gehe wohl alles, im Rheintal nichts. Schwärzler sei aber "Landesrat, nicht Wälderrat", so Egger.

Schwärzler erwiderte, das Projekt am Diedamskopf habe er als spannend bezeichnet, aber nicht durchgewunken. Zum Salzmannhafen meint Schwärzler, es sei "ziemlich deftig", von einem Umweltlandesrat zu fordern, dass er für dieses Projekt sei. Er verstehe nicht, wieso der Umbau des Hafens in solchen Dimensionen erfolgen soll.

Egger konterte: die Zahl der Park- und Bootsliegeplätze steige nicht, das einzige was dazukomme, seien zwölf Betten.

Neben Schwärzler äußerten sich auch die Grünen ablehnend gegenüber dem Hafen.
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