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MI | 11.04.2012
Battlogg (Bild:ORF)
CHRONIK
Patient erhebt Vorwürfe gegen Spital
Ein Mann aus Mäder, der nach einer missglückten Bandscheibenoperation in Frühpension gehen musste, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Krankenhausbetriebsgesellschaft. Diese weist die Vorwürfe zurück.
Vorwurf: "Wurde bewusst falsch aufgeklärt"
Zur Behandlung seiner Bandscheibe habe ihm der behandelnde Arzt am Landeskrankenhaus Feldkirch vor 13 Jahren einen kleinen, harmlosen Laser-Eingriff empfohlen, so die Schilderung von Elmar Battlogg aus Mäder. Er stimmte einer Operation zu.

Doch kurz davor habe es plötzlich geheißen, eine Laser-Operation sei doch nicht angebracht, eine herkömmliche Operation sei zielführender. Die Operation endete damit, dass Elmar Battlogg mit 41 in Frühpension gehen musste und lebenslang ein Schmerzpatient bleibt.

Ihm sei damals die Operation als harmloser Laser-Eingriff angepriesen worden, sagt Battlogg. Er sei bewusst falsch aufgeklärt worden, um ihn zu einer Operation zu überreden, so sein Vorwurf.
"V-heute": Beitrag von Gernot Hämmerle

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Battlogg will Fall neu aufrollen
Die Krankenhausbetriebsgesellschaft weist die Vorwürfe zurück, alles sei zu 100 Prozent korrekt abgelaufen. Mit dieser Erklärung wollte sich Battlogg nicht zufrieden geben. Jahre später fand er heraus, dass es am Krankenhaus nie ein Lasergerät zur Behandlung von Bandscheiben gegeben hat.

Das wurde ihm von Gerald Fleisch, dem jetzigen Leiter der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft bestätigt. Battlogg hat bereits mehrere Prozesse vor Gericht verloren, nun will er - mit den neuen Erkenntnissen - den Fall neu aufrollen.
"Patient hat zugestimmt"
Die Krankenhausbetriebsgesellschaft bleibt dabei: Alles sei korrekt gelaufen.

Rechtsanwalt Reinhard Pitschmann betont, Battlogg habe damals einer herkömmlichen Operation zugestimmt. Offenbar wolle er sich einfach nicht damit abfinden, dass bei ihm die Operation nicht den erwünschten Erfolg gebracht habe.
Patientenanwalt: "Keine objektive Meinung"
Patientenanwalt Alexander Wolf sagt, Elmar Battlogg sei mehrfach bei ihm gewesen. Er könne sich aber keine objektive Meinung bilden, weil Battlogg nie die gesamten Unterlagen, insbesondere Gutachten und Urteile aller Instanzen, gebracht habe.

Dass Herr Battlogg Schmerzen oder einen Schaden erlitten hat, möge sein, sagt Wolf, aber nach seinem Wissen nicht aufgrund einer fehlerhaften Behandlung, so zumindest sein derzeitiger Wissensstand.
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