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MI | 11.04.2012
Maikäfer (Bild: ORF/Petra Haas)
BLUDENZ
Bludenz setzt Kopfgeld auf Maikäfer aus
Die Walgau-Gemeinden leiden offenbar verstärkt unter einer Vielzahl von Maikäfern. Die Stadt Bludenz rief am Montag erstmals seit mehr als 25 Jahren wieder zum Sammeln der Brummer auf und bezahlt einen Euro pro Liter Maikäfer.
"Maikäfer ist ein großer Schädling"
"Wir wollen mit dieser Aktion vor allem auch wieder Bewusstsein dafür schaffen, dass der Maikäfer ein großer Schädling ist", erklärte auf APA-Anfrage der Kommunikationsleiter der Stadt, Stefan Kirisits. Eine Schätzung darüber, wie viele der Käfer zusammenkommen könnten, gebe es seitens der Stadt nicht, so Kirisits.

Der Stadt-Sprecher verwies auf große Schäden in der jüngeren Vergangenheit, mehrere Orte in der Region hätten ebenfalls Sammel-Aktionen ins Leben gerufen. "Im Vorjahr wurden in Bludenz die Engerlinge auf einer Fläche von rund 100 Hektar mit einem Pilz bekämpft", sagte Kirisits, damit habe man mit einem Mitteleinsatz von 10.000 Euro die Situation für die Landwirtschaft in den Griff bekommen.
Bei der Grünsammelstelle abgeben
Im privaten Bereich soll zum Schutz der Wiesen, Hecken und Bäume nun die Sammelaktion helfen. Den hohen Temperaturen zufolge "sind die Maikäfer bei uns schon in der vergangenen Woche geflogen", erzählte Kirisits.

Die Käfer können bei der Grünsammelstelle der Stadt abgegeben werden. Dort wird ihnen - sollte dies nicht schon zuvor geschehen sein - der Garaus gemacht.
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