Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Klasse (Bild: ORF.at/Carina Kainz)
BILDUNG
Auch Volksschule Dünserberg sperrt zu
Nach Warth wird auch die Volksschule Dünserberg ihre Pforten am heurigen Schulbeginn geschlossen halten. Nur fünf Schüler hätten die Schule besucht - sie werden künftig in die Volksschule im vier Kilometer entfernten Düns gehen.
"Stück Identität geht verloren"
Fünf Schüler sind in Zeiten des Lehrermangels zu wenig, um eine Schule offen zu halten. Diesem Argument kann sich auch der bisherige Direktor der Volksschule Dünserberg, Herbert Dünser, nicht verschließen - obwohl er sagt, ihm tue die Schließung sehr leid. Es gehe ein Stück Identität der Gemeinde verloren.
Ebniter Schule mit acht Schülern bleibt offen
Eine Schule mit nur acht Schülern ist die Volksschule Ebnit. An Schließung wird hier aber nicht gedacht, sagt Bürgermeister Wolfgang Rümmele.

Man habe ins Ebnit stark investiert und von Seiten der Stadt Baugründe zur Verfügung gestellt. Die Zahlen gingen etwas nach oben. Für Dornbirn sei es wichtig, dass die Einwohnerzahlen in der Bergparzelle - einem "Juwel" auch hinsichtlich der Infrastruktur, wie Rümmele sagt - stabil blieben.
Einklassige Schulen sollen unter gemeinsame Leitung gestellt werden.
38 Schulen haben unter 26 Schüler
Die Erhaltung von Klein- und Kleinstschulen ist einer der Gründe, warum das österreichische Schulsystem vergleichsweise teuer ist. In Vorarlberg gibt es 38 Schulen mit 25 Schülern und weniger. Laut Landesrat Siegmund Stemer (ÖVP) gibt es im Land derzeit 16 Schulen mit weniger als 16 Schülern.

Darunter seien zehn Schulen, die von acht bis zehn Kindern besucht werden, allerdings in den nächsten Jahren voraussichtlich eine zunehmende Schülerzahl verzeichnen würden.

Wenn möglich werde versucht, einklassige Schulstandorte unter einer Leitung zusammengefasst weiterzuführen, wie z.B. St. Gallenkirch-Galgenul und Tschagguns-Latschau.
Land will Kleinschulen erhalten
Das Land stehe - trotz Rechnungshofkritik - dazu, auch Kleinschulen nach Möglichkeit zu erhalten, da diese zur Identität und Attraktivität der Dörfer als Wohnort für Familien mit Kindern beitrügen, sagt Stemer.

Volksschulen mit weniger als zehn Schülern erfüllten an sich nicht mehr die Voraussetzungen für den Fortbestand.

Kleinschulen sind vergleichsweise teuer: Neben Gebäude, Lehrer und Betreibskosten werden zusätzliche Lehrer benötigt, die die Kinder in Werken oder Religion unterrichten und je nach Bedarf Sprach- und Förderunterricht erteilen.
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