Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Hochwasser (Bild: ORF)
Rückblick
Die Hochwasserkatastrophe im Jahr 2005
Das Hochwasser, dass die in der Nacht auf den 23. August über Vorarlberg hereinbrach, hatte verheerende Folgen. Zwei Menschen verloren ihr Leben. Viele Häuser, Hotels und Betriebe wurden zerstört. Der Schaden: 180 Millionen Euro.
Wasser war nicht zu bändigen
Die Regenfälle wollten nicht aufhören. Der Pegel der Flüsse stieg und stieg und irgendwann suchte sich das Wasser neue Wege. Mit einer gewaltigen Wucht schossen die Wassermassen durch Ortschaften, spülten Straßenteile weg und bedeckten alles mit Schlamm. Zum Teil wurden Stromleitungen gekappt und auch Telefonverbindungen unterbrochen.
Zwei Tote zu beklagen
Zwei Menschen kamen durch das Hochwasser ums Leben. In Reuthe wurde ein 52-jähriger Mann im Keller von den Geröllmassen erdrückt. Und im Silbertal im Montafon stürzte ein 81 Jahre alter Mann mit seinem Auto in die Hochwasser führende Litz und wurde mit den Wassermassen mitgerissen.
Bregenzerwald - schwer getroffen
Besonders schlimm hat es den Bregenzerwald erwischt. Einige Häuser wurden zerstört, in Reuthe kam es zu einer Explosion, sechs Menschen wurden verletzt. Und das Betriebsgebäude der Metzgerei Broger in Mellau konnte den Wassermassen nicht standhalten.
Schreckliche Bilder aus Mellau
Hochwasser; Broger (Bild: Moma)
Häuser mussten evakuiert werden
Zahlreiche Häuser mussten evakuiert werden. Zum Teil wurden die Menschen mit Schlauchbooten gerettet.
Schlauchboot
Hochwasser (Bild: ORF)
Lech stand unter Wasser
Stark getroffen hat es die Tourismusgemeinde Lech. Eine Mure zerstörte das ganze Ortszentrum.
Lech; Hochwasser (Bild: vorarlberg.ORF.at)
Neuanfang für Schildried-Bewohner
Einen Neuanfang an einem anderen Ort wird es für die Bewohner im Göfner Schildried geben. Für sie war das August-Hochwasser nicht das erste. Zum dritten Mal in sechs Jahren wurde das Gebiet überflutet. Das Land hat mit den Bewohnern über eine Ablöse verhandelt. Zum Wohnen ist das Gebiet einfach zu unsicher. Fast alle Bewohner werden umsiedeln.
Große Hilfsbereitschaft
Wie bei fast allem Negativen findet man aber auch bei diesem Ereignis positive Seiten. Die Hilfsbereitschaft und die Zusammenarbeit der Menschen waren riesig. Nicht nur Feuerwehr-Leute und Rot-Kreuz-Helfer waren im Einsatz, vom ganzen Land machten sich freiwillige Helfer in Gummistiefeln und mit Schaufeln auf den Weg in die betroffenen Gebiete. Anpacken, wo man Hilfe braucht, das war die Devise. Auch vom Bundesheer waren fast 1.000 Mann im Einsatz.
3,5 Millionen Euro gespendet
Die Spendenbereitschaft der Vorarlberger war riesig. Mehr als 3,5 Millionen Euro wurden gespendet. Fast die Hälfte davon brachte die ORF-Aktion "Vorarlberger helfen" - unterstützt von Raiffeisen und dem Roten Kreuz.
Millionen fließen in den Hochwasserschutz
Und aus der Hochwasserkatastrophe hat man viel gelernt. Dutzende Millionen fließen jetzt in den Hochwasserschutz. Man will alles tun, damit es eine Katastrophe in diesem Ausmaß nicht mehr geben wird.
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